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CHAM/BAAR: Charly Werder schreibt an seinem zweiten Buch

Im Industriegebiet von Walterswil arbeitet der ehemalige Modelagent an seinem zweiten Werk mit dem Titel «Tiefenschärfe». Dies macht er in einer Umgebung, die stark an ein Museum erinnert.
In seinem privaten Museum in Walterswil schreibt der ehemalige Modelagent Charly Werder an seinem neuen Buch. (Bild: Stefan Kaiser)

In seinem privaten Museum in Walterswil schreibt der ehemalige Modelagent Charly Werder an seinem neuen Buch. (Bild: Stefan Kaiser)

Charly Keiser

charly.keiser@zugerzeitung.ch

Im letzten Frühling hat der Chamer Charly Werder sein Lebenswerk «Wer? der Charly» vorgestellt. Auf über 550 Seiten beschreibt er darin drei Generationen, seine Familienchronik mit Biografien und Kurzgeschichten zum Zeitgeschehen der letzten 170 Jahre – mit dem Schwerpunkt Cham.

Und der ehemalige Modelagent ist auf den Geschmack gekommen. Denn bereits arbeitet er an seinem zweiten «Lebenswerk», mit dem Titel «Tiefenschärfe». Auch dieses soll wieder fast 600 Seiten umfassen. Speziell ist, wo, beziehungsweise in welcher Umgebung, er das Buch schreibt. Er hat nämlich in Walterswil Räume gemietet, in denen er ein veritables Museum eingerichtet hat. «Das hier ist meine Oase», sagt Werder und meint weiter: «Hier geniesse ich meinen Lebensabend und schreibe mein zweites Buch.» Er habe mehr als eine Million Fotos in seinem Bildarchiv und könne aus dem Vollen schöpfen, erklärt der 70-Jährige und erläutert seinen Tagesablauf: «Ich stehe um 7 Uhr auf und lese dann eine Stunde lang Zeitungen. Ausser sonntags bin ich dann bis um 18 Uhr hier in Walterswil. Das Essen wird mir vom Restaurant im Parterre direkt geliefert. Hier kann ich – auch mit Gästen – gediegen tafeln.»

Grösstes Filmarchiv des Kantons

Ein offizielles Museum sei das hier nicht, betont Werder. Aber auf Anmeldung könne jeder vorbei kommen, um sich seine Trouvaillen anzuschauen. So habe er nach eigenen Angaben etwa das grösste Filmarchiv des Kantons Zug und abertausende Bilder von und mit Prominenten.

Auch «Tiefenschärfe» fokussiert sich nebst Werders eigenen Geschichten auf Cham und dessen Region. «Es soll eine Hommage an Cham und dessen Pioniere werden», betont er. Bereits seien 100 Seiten fertig, der Fahrplan stimme, sagt Werder, der in einem Jahr die Rohfassung fertiggestellt haben will. Geplant ist, dass Tiefenschärfe 2020 erscheint. Der Erfolg des Erstlings habe ihn auf die Idee eines Nachfolgers gebracht, erzählt Werder. «Ich habe nämlich rund 1000 Exemplare verkauft.» Das Buch sei auf allen Kontinenten erschienen und das sei doch sehr bemerkenswert für ein Werk, «das in der Provinz geschrieben worden ist», erklärt Werder und lacht verschmitzt. Es gehe ihm beim zweiten Buch auch darum, dass möglichst wenig auf der Strasse der Vergessenheit parkiert werde und ergänzt: «Es ist mein allergrösster Wunsch, dass meine Fotos und Trouvaillen für die Nachwelt erhalten bleiben. Am Schönsten wäre es, wenn diese dereinst in Cham zu sehen sein würden.»

Hinweis

Infos zu den beiden Lebenswerken und den Künstler gibt es unter: www.charlywerdernews.ch

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