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Chamer Luxus-Residenz lässt sich nicht verkaufen

Die Villa Hammer ist auf Internet-Plattformen zum Kauf angeboten worden. Nicht zum ersten Mal. Die Villa soll für einen «hohen zweistelligen Millionenbetrag» an einen neuen Eigentümer übergehen.
Zur Villa Hammer gehört auch ein grosser englischer Park. (Bild: PD)

Zur Villa Hammer gehört auch ein grosser englischer Park. (Bild: PD)

Das Inserat richte sich nur an solvente Käufer: So endet die Beschreibung auf der Online-Plattform pilote.ch, wo die exklusive Chamer Villa Hammer derzeit zum Kauf ausgeschrieben ist – zu einem «hohen zweistelligen Millionenbetrag». Auch auf www.homegate.ch war bis vor kurzem ein ähnlich lautendes Inserat aufgeschaltet. Mittlerweile wurde es wieder gelöscht. Steht die Villa nun wirklich zum Verkauf? Ja, bestätigt Besitzer Andrea von Planta. «Seit rund acht Jahren.» Das Zürcher Immobilienunternehmen Rhombus Partner AG kümmert sich darum, die gesuchten solventen Käufer zu finden. Auf der Homepage www.rhombus.ch kann das Dossier heruntergeladen werden.

Ist der Preis gerechtfertigt?

Doch woran liegt es, dass das Bijou an der Lorze keinen Käufer findet? Ein Grund kann der Preis sein. Ist ein «hoher zweistelliger Millionenbetrag» gerechtfertigt? Die Antwort lautet Ja, wenn man der jährlich erscheinenden Credit- Suisse-Immobilienstudie glauben will. Dort wird für ein gehobenes Einfamilienhaus in Cham ein Kaufpreis von 15 019 Franken pro Quadratmeter Nutzfläche geschätzt. Allein das Haupthaus des herrschaftlichen Sitzes umfasst fast 1200 Quadratmeter. Hinzu kommen mehrere Nebengebäude, die zusammengezählt nochmals eine ähnlich grosse Nutzfläche haben – namentlich ein Gästehaus mit drei luxuriösen Wohnungen, ein Hallenbad mit Festsaal, ein Pferdestall mit Wohnungen, ein Ponystall mit Orangerie, ein Turbinenhaus (die Villa verfügt über ein eigenes Flusskraftwerk) sowie andere Gebäude. Multipliziert man die 2350 Quadratmeter Hauptnutzfläche mit den rund 15 000 Franken aus der CS-Studie ergibt das einen Wert von gut 35 Millionen Franken. Fehlen noch die Kosten für das gut 18 300 Quadratmeter grosse Grundstück. Bei geschätzten 1000 Franken pro Quadratmeter ergibt das weitere 18 Millionen.

Der Preis scheint also gerechtfertigt. Der Markt reagiert dennoch zurückhaltend. Zwar haben sich laut von Planta schon mehrere Interessenten auf dem Landgut umgesehen, angebissen hat aber noch niemand. Experten gehen für Zug zwar nach wie vor von einer «hohen Nachfrage im Hochpreis- und Luxussegment» aus. Doch haben sie wirklich die Erfahrung bei dieser absoluten Topliga von Liegenschaften? Schliesslich gehört der Hammer zu der in Zug besonders raren Kategorie von Landgütern. Wer hier wohnen will, muss nicht nur solvent, sondern auch bereit sein, viel Geld für Personal und Unterhalt zu investieren.

Silvan Meier / Neue ZZ

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