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CHAM/STEINHAUSEN: Am Mikrofon fühlt er sich seit Kindsbeinen wohl

Marc Gabriel produziert eigene Talksendungen mit Schweizer Musikern und veröffentlicht sie auf Youtube. Damit möchte er jungen Bands eine Plattform bieten.
Kürzlich hat Marc Gabriel an der Hinterbergstrasse 32 ein kleines Studio bezogen. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 5. April 2017))

Kürzlich hat Marc Gabriel an der Hinterbergstrasse 32 ein kleines Studio bezogen. (Bild: Werner Schelbert (Cham, 5. April 2017))

Schweizer Musik, alles rund um Promis, Talksendungen, die Charts und generell die ganze Radiowelt – das waren schon immer grosse Leidenschaften von Marc Gabriel. «Bereits als kleines Kind habe ich meine eigenen Sendungen auf Kasettli aufgenommen», erzählt der 31-jährige Steinhauser.

Als Teenager moderierte er erste Sendungen beim Zuger Jugendradio «Radio Industrie», und später wechselte er nach Aarau zu «Kanal K», wo er bis heute durch die eigene Sendung über Musik aus der Schweiz führt. Stets jedoch reizte es Marc Gabriel, der hauptberuflich im Hausdienst in Hünenberg arbeitet, ein eigenes Projekt im Medienbereich zu realisieren. Und Gabriel ist einer, der seine Ideen in die Tat umsetzt. Vor gut zwei Jahren gründete er die Firma MG-Audio, ein so genanntes O-Ton-Portal. Gabriel besucht Konzerte und Events, befragt dort mit dem Mikrofon Schauspieler, Musiker oder Besucher und verkauft die Aufnahmen an verschiedene Radiostationen. «Bei einem Radio eine Stelle zu finden, war sehr schwierig. Also begann ich, mir etwas Eigenes aufzubauen», sagt Gabriel.

«Die Szene hat sehr viel zu bieten»

Sein eigentliches Steckenpferd jedoch sind die MG-Talks. Dabei interviewt er prominente, aber auch weniger bekannte Schweizer Musiker, und veröffentlicht die Videos auf Youtube. Rund 30 Gespräche hat er bereits geführt – unter anderem mit Bligg, Heinrich Müller oder Jonny Fischer, aber auch mit den Nachwuchsbands Pedestrians oder Klischée. «Durch meine Arbeit bei Radio Kanal K habe ich ein grosses Netzwerk aufgebaut und kenne viele Musiker», berichtet ­Gabriel. Der Talkmaster ist in der glücklichen Lage, dass die Managements jeweils von selbst auf ihn zukommen. «Ich muss niemanden anfragen, das läuft mittlerweile wie von selbst.» Das erstaunt nicht, denn junge Bands erhalten durch die MG-Talks eine Plattform und können sich präsentieren. Das sei auch sein Ziel, erklärt Gabriel. «Schweizer Musik wird oft belächelt. Doch die Szene hat sehr viel zu bieten. Das möchte ich meinem Publikum zeigen.»

Zuerst hat der junge Moderator seine Gespräche in Hotels oder Restaurants aufgezeichnet. Neu produziert er die Videos im eigenen Studio in Cham. In der zwischengenutzten Liegenschaft an der Hinterbergstrasse 32 konnte er im März einen kleinen Raum mieten. «Das macht vieles einfacher», so Gabriel. Momentan entsteht etwa einmal pro Woche ein neuer Talk. Bis zu 1000 Aufrufe verzeichnet der 31-Jährige auf seinem Youtube-Kanal. «Damit bin ich zufrieden, aber es könnten schon noch mehr sein», sagt er.

Marc Gabriel steht nicht still. Momentan ist er daran, Sponsoren anzufragen, um seine Projekte finanziell auf festere Beine stellen zu können. Immer wieder besucht er Radiokurse, um stets à jour zu bleiben. Sein Ziel ist es, die kahle Studiowand dereinst mit Selfies von sich und den interviewten Künstlern vollpflastern zu können. Bis anhin sind es nur einige wenige Erinnerungsstücke, die die 21 Quadratmeter im Untergeschoss des ehemaligen Geschäftshauses schmücken.

Talk mit Patent Ochsner wäre Highlight

Wieso nimmt der junge Mann den ganzen Aufwand für die MG-Talks auf sich, neben dem strengen Job, dem er als Hauswart nachgeht? «Ich treffe neue Leute und kann mich mit der unterschiedlichsten Musik auseinandersetzen. Das gefällt mir», sagt Gabriel, und fügt an: «Mit Patent Ochsner einen Talk zu realisieren, wäre ein Highlight für mich.»

Rahel Hug

rahel.hug@zugerzeitung.ch

Hinweis

Weitere Infos sowie die Talks von Marc Gabriel gibt es online unter www.mg-talk.ch

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