Cham/Steinhausen
Raiffeisenbank baut ihre Position erfolgreich aus

Die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen ist gut aufgestellt. Sie hat im Jahr 2020 sowohl im Kerngeschäft wie auch im Anlage-, Vorsorge- und Absicherungsbereich deutlich zugelegt.

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(haz) Ein «Jubeljahr» hätte es laut Medienmitteilung der Bank werden sollen. Die Eröffnung des neuen Hauptsitzes der grössten Raiffeisenbank im Kanton Zug in Cham konnte zusammen mit vielen Besucherinnen und Besuchern im Januar 2020 noch durchgeführt werden. Dann kam Corona. Fast alle geplanten Aktivitäten im Zusammenhang mit dem 75-Jahr-Jubiläum mussten abgesagt oder in die Zukunft verschoben werden.

Die Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen sind auch während Corona für die Kundinnen und Kunden da, virtuell und persönlich in einer der Geschäftsstellen.

Die Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Cham-Steinhausen sind auch während Corona für die Kundinnen und Kunden da, virtuell und persönlich in einer der Geschäftsstellen.

Bild: PD

Umso erfreulicher ist es, dass die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen ihre Position in diesem schwierigen Umfeld in allen Bereichen erfolgreich ausgebaut hat, heisst es in der Mitteilung weiter.

Erfreuliches Wachstum im Anlagegeschäft

Das starke Vertrauen der Kundinnen und Kunden widerspiegelt sich nicht nur bei den Kundeneinlagen, die um 5,2 Prozent auf erstmals über 1,5 Milliarden Franken zugenommen haben, sondern vor allem durch die deutliche (performancebereinigte) Steigerung der anvertrauten Anlagegelder um 51 Millionen Franken im Berichtsjahr 2020. Das Hypothekarvolumen nähert sich ebenfalls der Marke von 1,5 Milliarden Franken. Es ist um 1 Prozent auf 1439,9 Millionen Franken gestiegen.

Die Ertragsseite hat sich im vergangenen Geschäftsjahr ausgesprochen positiv entwickelt. Der Geschäftsertrag ist 2020 dank des hohen Geschäftsvolumens um 6,5 Prozent auf 23,42 Millionen Franken (Vorjahr 21,99 Millionen Franken) gestiegen. Insbesondere der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft konnte markant gesteigert werden. Er hat im Berichtsjahr um 28,9 Prozent auf 4,52 Millionen Franken zugenommen.

Quelle: Raiffeisenbank Cham-Steinhausen

Die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen mit ihren Geschäftsstellen in Cham, Steinhausen, Mettmenstetten und Hausen am Albis weist für das Geschäftsjahr 2020 einen Jahresgewinn von 1,43 Millionen Franken aus, was einer Zunahme von 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Bilanzsumme ist um 3,7 Prozent auf 1907,4 Millionen Franken gewachsen.

Geschäft trotzt Corona

«Die Covid-19-Pandemie hat erfreulicherweise im Geschäftsjahr 2020 keine wesentlichen negativen Spuren hinterlassen. Allerdings ist davon auszugehen, dass sich die Situation vor allem für Firmenkunden, aber auch für einzelne Privatpersonen verschlechtern könnte, je länger die ausserordentliche Situation anhalten wird», lassen Erich Hänni, Verwaltungsratspräsident, und André Koller, Vorsitzender der Bankleitung, die Genossenschafterinnen und Genossenschafter in den Unterlagen zum Geschäftsjahr 2020 wissen. Die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen hat im vergangenen Jahr 6 Millionen Franken Covid-19-Kredite an lokale Unternehmen im Rahmen des Garantieprogramms des Bundes ausbezahlt.

Weil der Kontakt zu Kundinnen und Kunden lange Zeit nur unter erschwerten Bedingungen möglich war, hat die Raiffeisenbank Cham-Steinhausen neue Wege gesucht und auch gefunden. Bankgeschäfte können schnell und unkompliziert telefonisch oder digital abgewickelt werden. Auch Video-Beratungen gehören heute zum Alltag. Vor kurzem fand zudem der erste virtuelle Live-Event zum Thema «Finanzplanung» statt. Der Vorteil eines Livestreams liegt darin, dass die Teilnehmenden sich aktiv beteiligen können. Über 200 Anmeldungen zeigen das grosse Interesse an diesem Thema. Die Rückmeldungen sind sehr positiv ausgefallen.

Alle Geschäfte genehmigt

«Als Genossenschaftsbank ist Raiffeisen überzeugt, dass wir zusammen stärker sind und gemeinsam mehr erreichen. Wir verstehen uns als eine Bank, die Menschen verbindet – lokal und digital – um Mehrwert für alle zu stiften», schrieben Erich Hänni und André Koller den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern. Diese gaben ihre Stimmen auch in diesem Jahr schriftlich ab. 3578 Mitglieder beteiligten sich an der Abstimmung. Alle Anträge des Verwaltungsrates wurden gutgeheissen. Damit werden die Genossenschaftsanteile weiterhin mit 6 Prozent verzinst.