Cheschtänä-Igel – schön stichelig

«Satirisch-humoristisches Organ der Walachei» nennt sich der traditionelle Cheschtänä-Igel, das Fasnachtsmagazin der Walchwiler. Seit 106 Jahren nimmt es Kreti und Pleti aus der «Walachei» auf die Schippe.

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So ist heuer darin zu lesen, wie der Kretzli Jost seinen EC-PIN-Code wiederholt vergisst, Lucas Nann seine Guetzli ankokeln lässt oder der Tal Ruedi das Eis von seiner Windschutzscheibe wegbrunzen will. Auch das neue WC in der Ausseregg kriegt sein Fett weg, weil es derzeit zu ist: «Willst du leben ohne Schaden, musst du dich daheim entladen», rät der Dichter – oder eben im Wald. Und wie sich Kesslers Herbi zum Affen macht, indem er von einem solchen eins an den Grind kriegt, nachdem er ihn gefoppt hat, erfährt der Leser ebenso, wie Bärti von der Erletschwand sein verlorenes Gebiss wiederfand – im Schafsmist. Der Igel, der mit einer Todesanzeige für das Restaurant Bahnhöfli endet, wird heute für 5 Franken im Dorf verkauft.

fae.