CHESSLETE 2009: Zuger lassen es zum Start richtig krachen

Am frühen Donnerstagmorgen auf dem Landsgemeindeplatz die 31. Zuger Chesslete stattgefunden. Kurz vor 5 Uhr ertönt ein Knall, dann fliegt ein Feuerwerkskörper in die Luft, und somit ist die Zuger Fasnacht eröffnet.

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Kurz darauf betreten mehrere Guggenmusiken aus verschiedenen Richtungen gleichzeitig den Landsgemeindeplatz. Die aufgebaute Holztribüne im Zentrum des Platzes gehört zuerst den Figorowas aus Zug. Rund um die Guggenmusiken herrscht ein dichtes Gedränge, es wird gesungen und getanzt. Denn jede Art von Bewegung hält warm.

Extra aufgestanden
«Ich gehe gerne in Zug an die Chesslete», sagt Sylvian Donand (14) aus Steinhausen. Denn er müsse nachher gleich in die Schule, und daher wäre es unpraktisch, nach Luzern zu gehen. «Ich bin seit etwas mehr als einer Stunde auf den Beinen.» Er hätte überhaupt keine Probleme mit dem Aufstehen gehabt. «Für die Chesslete liegt das immer drin, das ist Standard», sagt er mit einem breiten Grinsen unter seiner grossen, dunklen Sonnenbrille. Auch Delphine Eugster (14) aus Zug hat ihr warmes Bett verlassen, um an die Chesslete zu gehen. «Mir gefällt es an der Chesslete, die Stimmung ist gut», sagt sie. Zudem liege die Veranstaltung am Weg. Nach der Chesslete sei ihr Fasnachtsprogramm für den gestrigen Tag beendet. Denn: «Ich muss danach leider direkt in die Schule.» Thomas Marti aus Steinhausen ist hingegen schon länger unterwegs und hat noch einiges vor. «Ich bin seit dem frühen Mittwoch morgen auf den Beinen.» Er sei jedoch ziemlich fit. «Die Fasnacht hat schliesslich gerade erst begonnen, logisch bin ich da noch voll dabei.» Für seinen Geschmack hat es an der Chesslete ein bisschen zu wenig Leute. «Es ist halt ziemlich früh, vielleicht kommen noch mehr.» Nach dem Auftritt seiner Guggenmusik, den Stracciatellos aus Steinhausen, in hellblau-orangen Gewändern, sei die Stimmung wahrscheinlich noch viel besser, so ist Marti überzeugt.

Zufriedener Prinz
Schon bald liegt das Zentrum des Interesses nicht mehr nur bei der Bühne mit den Guggenmusiken. Die Verpflegungsstände erfreuen sich grosser Beliebtheit, und in die Zelte drängt sich, wer sich etwas aufwärmen will. Prinz Thomas der Erste, alias Thomas Weiss, von der Zunft der Letzibuzäli, steht weiterhin tapfer in der Kälte. «Die Chesslete ist super, es hat mehr Leute als auch schon. Das kommt gut.» Wie lange er schon auf den Beinen ist, will oder kann er hingegen nicht so genau sagen: «Seit etwa ? Uhr, auf jeden Fall schon länger, aber die Fasnacht fängt ja gerade erst an.»

Miriam Scherer