CHLÄMMERBALL: Publikum mit Freibier gelockt

Alt und Jung tanzten und tranken am Hünenberger Chlämmerball bis in die frühen Morgenstunden. Und das rundum umsorgt.

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Der Heirisaal ist so wie immer am Chlämmerball der Guggenmusik Cocorico: Heiss, gefüllt mit gut gelaunten Fasnachtsliebhabern und ausverkauft. Zu Hunderten strömen die Gäste, die zumeist knapp die Volljährigkeit erreicht haben, ab acht Uhr in den fasnächtlich dekorierten Saal. Die meisten, die schon um diese Zeit nach Hünenberg gefunden haben, hat das Freibier angezogen, welches zwischen acht und neun Uhr ausgeschenkt wird. Die Organisatoren setzen dies als Gegenmittel für die meist harzigen Anfangstunden ein. Konsequenterweise wird auch den ganzen Abend Mineralwasser umsonst angeboten.

Das Buhlen ums Publikum
Auch wenns darum geht, sicher nach Hause zu gelangen, ist der Chlämmerball optimal. Gratisbusse fahren zweimal in der Nacht in fast alle Richtungen. Und 14 Guggenmusigen, eine Band und zwei DJs sorgen für die musikalische Unterhaltung. Ein solches Angebot wie hier ist selten. Das Buhlen um die Partygänger des Kantons ist an der Fasnacht wohl so stark ausgeprägt wie sonst nie. Schade, ein bisschen Konkurrenz unter den Zuger Clubs würde das Nachtleben wohl um einiges facettenreicher machen.

Traditionell ausverkauft
Es gilt als erfreuliche Tradition, dass der Chlämmerball jeweils schnell ausverkauft ist. Damit verbunden ist eben auch eine begrenzte Bewegungsfreiheit der Ballbesucher. In diesem Jahr hat man aber zum ersten Mal ernsthaft versucht, hier Abhilfe zu schaffen. Auf dem Dorfplatz, just vor dem Saal, haben die Organisatoren eine riesige Holzhütte aufgebaut, die als Kafistube eingesetzt wird. So verteilen sich die Besucher besser.

Um sieben Uhr früh werden die letzten Fasnächtler aus dem Saal geschoben. Und wer dann noch immer nicht genug hat, der torkelt ein paar Meter weiter ins Restaurant Degen zum traditionellen Katerfrühstück.

Stephanie Hess