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Chollerhalle Zug: Das Zepter ist übergeben

Seraina Sidler Tall wurde an der Generalversammlung offiziell zur Nachfolgerin von Rudy J. Wieser gewählt. Die neue Vereinspräsidentin schaut positiv in die Zukunft und will dem Betrieb den Rücken stärken.
Andrea Muff
Seraina Sidler Tall freut sich über ihre neue Aufgabe. (Bild: PD)

Seraina Sidler Tall freut sich über ihre neue Aufgabe. (Bild: PD)

Die sechste ordentliche Generalversammlung (GV) des Vereins Chollerhalle war zugleich die erste von Seraina Sidler Tall in der Funktion der Präsidentin. Sie ist die Nachfolgerin von Rudy J. Wieser, der sein Amt nach fünf Jahren zur Verfügung gestellt hat. «Der Rücktritt von Rudy kam im Januar schon etwas überraschend, obwohl er schon früher davon gesprochen hat», gibt Seraina Sidler Tall zu.

Sidler Tall war zu diesem Zeitpunkt die Vizepräsidentin des Vereins. «Es herrschte sowohl im Betrieb der Chollerhalle als auch im Vorstand ein gutes Klima», sagt sie. Deshalb habe man keine grossen Änderungen mehr vornehmen wollen. «Da lag es nahe, dass ich als Vize das Präsidentenamt übernehme.» Überreden hätte sie sich vor allem selber müssen und fügt hinzu: «Ich sage immer: Tun ist wie wollen, nur krasser!»

Von der Spinnihalle zur Chollerhalle

Seraina Sidler Tall hat bereits in der Spinnihalle in Baar ihre Sporen abverdient, wo sie im Ausschuss als künstlerische Begleitung sass. Sie sei mit Stefan Widmer, dem damaligen Betriebsleiter, auch direkt im Betrieb tätig gewesen. «Das sind tolle Erinnerungen. Ich glaube, ich war selbst der grösste Fan der Spinnihalle», so Sidler Tall. Mit der Interessensgemeinschaft (IG) Kultur Zug habe sie dann die Planung, Entstehung und den Übergang zur Chollerhalle miterlebt.

Nach einer eher turbulenten Zeit ist der Verein Chollerhalle finanziell auf Kurs. Der Finanzchef Marcel Lederer konnte an der GV einen Gewinn von über 40000 Franken präsentieren. «Harte Sparmassnahmen und ein neues Team konnten das Ruder herumreissen und dem Verein wieder ein positives Eigenkapital bescheren», schreibt der Vorstand in einer Mitteilung. «Mit weniger Veranstaltungen, also weniger Kosten, konnten mehr Besucher generiert werden.» Das habe sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt.

So erklärt die neue Vereinspräsidentin neben «dem Betrieb den Rücken zu stärken» auch das Suchen nach weiteren Gönnern, Mitgliedern und Freunden für die Chollerhalle zu ihrem Ziel. Leider liege die Herausforderung nach wie vor darin, die hohen Ausgaben der Halle zu decken. Sie sagt aber auch: «Doch irgendwann muss man dann auch mal anerkennen, was für eine toller Ort die Chollerhalle ist und sie einfach geniessen.»

Raum der Begegnung, Kunst und Kultur

Die frisch gebackene Vereinspräsidentin freut sich auf zahlreiche Höhepunkte und sieht die Chollerhalle als Raum der Begegnung, Kunst und Kultur. Dieser Monat etwa stehe sehr im Zeichen der Kultur, erklärt Seraina Sidler Tall. So gebe es am 1. Juni ein Konzert von Philipp Fankhauser, «gefolgt von Theater, Tanz und drei lokalen Projekten». Am 7. Juni steht «Liquid Stone», ein interdisziplinäres rein zugerisches Kunstprojekt, auf dem Programm. «Ein Highlight für mich, da es eine neue Ära von interdisziplinären Projekten einläuten soll. Vorreiter war mein Projekt Neuland in der Spinnihalle vor nunmehr zwölf Jahren.»

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