CHRIESIMÄRT: Gut möglich, dass die Kirschen knapp werden

Das Wetter hat den Kirschen sehr zugesetzt. Nicht alle, die sie feilbieten, bringen für den Markt ab nächster Woche auch genug mit.

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Auf dem Landsgemeindeplatz werden ab nächster Woche täglich Kirschen feilgeboten. (Archivbild Stefan Kaiser)

Auf dem Landsgemeindeplatz werden ab nächster Woche täglich Kirschen feilgeboten. (Archivbild Stefan Kaiser)

Ab Montag hängen die süssen Früchte wieder tiefer – auf dem Zuger Landsgemeindeplatz werden sie an Wochentagen zwischen 15 und 18 Uhr am Chriesimärt feilgeboten. Es werden allerdings nicht ganz so viele sein, wie in anderen Jahren. Der Hagel am 11. Mai habe den Kirschen im Ennetsee «erheblich zugesetzt», sagt Louis Suter, Präsident des Vereins Zuger Chriesi und Obstbauverantwortlicher des Kantons.

Dazu hat das regnerische Wetter mit tiefen Temperaturen nicht nur die Ernte um etwa zehn Tage verzögert, sondern auch viele Witterungsschäden verschuldet. Das letzte Wochenende sei einfach zu viel gewesen, sagt Suter.

Geplatzt – und gefault
Besonders betroffen seien die Kirschen an den Hochstammbäumen. «Ohne Witterungsschutz ist der grösste Teil der Tafelkirschen aufgeplatzt.» Diese Erfahrung musste auch Edith Schwerzmann in Oberwil machen. «90 Prozent meiner Kirschen», sagt sie, «sind gesprungen». Wie oft sie am Chriesimärt sein werde, und wie viele Kirschen sie zum Verkauf auslegen könne, stehe deshalb noch in den Sternen. Die Folgen, sagt Suter, seien «massiv»: Die aufgesprungenen Früchte beginnen sehr schnell zu faulen. Die Ernte für den Verkauf zu sortieren bedeute erheblichen Mehraufwand.

Chantal Desbiolles/Neue ZZ

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie in der «Neuen Zuger Zeitung» vom 26. Juni.