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Was hinter den Kulissen des Chrööpfelimehs in der Stadt Zug lief

Gesangsgruppen erfreuen jeweils am Altfasnachtssonntag beim Chrööpfelimeh Paare mit ihren Lied-Vorführungen. Was hinter den Kulissen sonst noch so läuft.
Charly Keiser

Seit 25 Jahren sind Jürg und Dominique Messmer verheiratet. Und dies zelebrierten sie am letzten Sonntag mit ihrer Teilnahme als «Liebespaar» am Chrööpfelimeh. Die beiden wohnen im so genannten Spillmannhaus an der Hofstrasse, das der ersten Zuger Stadträtin Margrit Spillmann gehört und die am Sonntag ebenfalls anwesend war. Doch nicht nur «Tante Margrit» hatten die Messmers zu ihrem Jubiläum eingeladen. Weitere Zwölf verfolgten nämlich gespannt die Auftritte der Gesangsgruppen und genossen den üppigen Tischgrill, den die Messmers im grossen Esszimmer des denkmalgeschützten Hauses aufgebaut hatten. Aus dem Stubenfenster bot sich dann ein schöner Blick auf die Gesangsgruppen:

Der Chor Nonebene bekommt den verdienten «Lohn» für seine Vorführung. (Bild: Charly Keiser, 10. März 2019)

Der Chor Nonebene bekommt den verdienten «Lohn» für seine Vorführung. (Bild: Charly Keiser, 10. März 2019)

Die Gesanggruppen, die von der Hofstrasse zum Haus schritten, erwartete eine wundervolle Dekoration. «Wir hatten geplant, das Haus mit noch viel mehr Lichtern, Ballonen und Deko auszustatten», sagt Dominique Messmer. Leider habe dies der aufkommende Sturm verhindert. Damit Dominique und Jürg Messmer den Anlass überhaupt bestreiten konnten, musste einiges «speziell organisiert» werden. Sie musste nämliche eine Rückenoperation genau «timen», damit sie sich rechtzeitig erholen konnte und er verlegte eine Gallen-OP in die Fasnachtszeit, obwohl er als Zeremonienmeister der Letzibuzäli-Fasnachtszunft einer der Hauptakteure der Stadtzuger Fasnacht ist.

Brauch lebt in neuen Kleidern weiter

Der Zeitplan ging für die Messmers auf. Und auch das Sturmtief Eberhard schickte weniger Wolkenpakete und Windstösse während des Chrööpfelimehs nach Zug, als zuvor befürchtet. Insgesamt 11 Gruppen sangen für 16 Paare zwischen der Schützenmatt und Oberwil. Deren sechs waren für einen Besuch an der Hofstrasse angesagt – und fünf machten ihre Aufwartung. Die musikalischen Beiträge erfreuten die Gesellschaft, die das gemütliche Beisammensein lange genoss. Das Chrööpfelimeh ist heutzutage ein Anlass, den Paare zusammen mit ihren Verwandten, Freunden und Bekannten geniessen können. So lebt ein Brauch mit «in neuen Kleidern» erfolgreich weiter.

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