CORBUSIER-FÄLSCHUNGEN: Möbelhändler muss für Plagiate bezahlen

Er tat nichts anderes als seine Kollegen in Europa. In Zug muss der Möbelhändler dafür büssen.

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Stein des Anstosses: Die Kopie eines Corbusier-Sessels. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Stein des Anstosses: Die Kopie eines Corbusier-Sessels. (Archivbild Stefan Kaiser/Neue ZZ)

Die Produkte der Le-Corbusier-Vertreiberin Cassina und die Fälschungen der Firma Matrix wurden einander gegenübergestellt, um die Frage zu klären, ob es sich dabei um Plagiate handelt.

Das Zuger Obergericht hat nun die Berufung abgewiesen. Die Oberrichter folgen der Begründung der ersten Instanz. Diese hatte den Geschäftsführer vom Vorwurf freigesprochen, unlauteren Wettbewerb betrieben zu haben. Weil er aber gegen das Urheberrecht verstiess, wurde er zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu 260 Franken verurteilt – bedingt während einer Probezeit von zwei Jahren. Den errechneten Gewinn muss er zudem in Form einer Ersatzforderung über 21'000 Franken an den Staat abgeben.

Dass gerade er hart gebüsst wird, konnte der Händler kaum nachvollziehen. «Matrix und andere Firmen verkaufen ihre Produkte in ganz Europa, und die gleiche Ware steht in zahlreichen Möbelgeschäften», erklärte er.

Chantal Desbiolles

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Zuger Zeitung.