Corona

Das lokale Gewerbe unterstützen: Gemeinde Baar ruft zu Solidarität auf

Auf der Plattform www.baar-solidarisch.ch können Unternehmen ihre Dienstleistungen in einer alternativen Form anbieten.

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(rh) Als der Bundesrat Mitte März 2020 den Lockdown ausrief, stand das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben für Wochen weitgehend still. Für Gastrobetriebe, Einkaufsläden, aber auch für viele Handwerker und Gewerbebetriebe war diese Zeit einschneidend. Gemeinsam mit dem Gewerbeverein Baar hat die Gemeinde deshalb im April das Projekt «Baar solidarisch» lanciert. Auf der Plattform www.baar-solidarisch.ch können seitdem Baarer Unternehmen ihre Dienstleistungen in einer alternativen Form anbieten. Die Website zeigt auf einen Blick, welche Dienstleistung und welches Produkt wo erhältlich ist.

Nun hat der Bundesrat erneut die Schutzmassnahmen verschärft. Der Baarer Gemeinderat ruft deshalb die Plattform in Erinnerung und appelliert an die Solidarität: «Uns ist es ein Anliegen, den Baarer Gewerblern den Rücken zu stärken», wird Gemeindepräsident Walter Lipp in einer Medienmitteilung zitiert. «Wir bitten deshalb alle Einwohnerinnen und Einwohner, lokale Unternehmen zu berücksichtigen.» Ein Blick auf die Web-Plattform zeige eindrücklich auf, wie vielfältig und leistungsstark das einheimische Gewerbe sei.

Gemeindeverwaltung bleibt normal geöffnet

Solidarität ist aber auch im gesellschaftlichen Leben und im Umgang untereinander angesagt. Der Gemeinderat bittet alle Baarerinnen und Baarer, die vom Bundesrat beschlossenen Schutzmassnahmen mitzutragen und zu befolgen. «Um das Coronavirus in den Griff zu bekommen und die Zahl der Ansteckungen zu senken, sind von uns allen nochmals grosse Anstrengungen nötig», so Walter Lipp.

Trotz der neu vom Bundesrat verordneten Massnahmen ist die Gemeindeverwaltung zu den normalen Öffnungszeiten (Montag bis Freitag, 8 bis 11.45 und 13.30 bis 17 Uhr, montags bis 18 Uhr) für die Bürgerinnen und Bürger da. Vor und in der Gemeindeverwaltung gilt eine Maskenpflicht. Der Gemeinderat bittet alle Baarerinnen und Baarer, sich an die Hygiene- und Schutzmassnahmen zu halten und auf nicht dringende Behördengänge zu verzichten. Zahlreiche Dienstleistungen stehen zudem online auf www.baar.ch zur Verfügung. Auch die Bibliothek und die Ludothek bleiben mit Einschränkungen und unter strengen Schutzmassnahmen geöffnet. Das Hallen- und Freibad Lättich bleibt sicher bis Ende Februar für die Öffentlichkeit geschlossen. Der Schwimmunterricht der Baarer Schulen kann jedoch stattfinden.

Gemeindepräsident ist optimistisch

Die Baarerinnen und Baarer mussten im vergangenen Jahr auf Vieles verzichten. Für das Dorfleben wichtige Anlässe wie die Chilbi oder der Christchindli-Märt konnten nicht durchgeführt werden. Die Fasnacht 2021 wird ebenfalls nicht stattfinden können. Das schmerzt, angesichts der hohen Ansteckungszahlen und der Virusmutationen ist es aber auch aus Sicht des Gemeinderats unumgänglich, dass wir uns nun erneut stark einschränken müssen. «Aber ich bleibe optimistisch und freue mich, wenn wir im Sommer hoffentlich die Baarer Festfreude wieder ausleben können», macht Walter Lipp Hoffnung. «Doch das geht nur, wenn wir jetzt unsere Solidarität beweisen.»