Corona
Die Lage verschlechtert sich: Der Schutz der Risikogruppen ist zentral

Die Zahlen der Coronaneuinfektionen nehmen schweizweit und auch im Kanton Zug zu. Die nächsten Wochen werden entscheidend sein, um eine starke dritte Welle der Pandemie zu verhindern und das Gesundheitswesen vor einer Überlastung zu bewahren. Besonders im Zentrum steht nach wie vor der Schutz der Risikogruppen sowie die rasche Impfung dieser Personen.

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(haz) Die Zahlen der Coronafälle der letzten Wochen sind eindeutig: Der langsame, aber stetige Rückgang der Infektionen seit Anfang Jahr ist in einen ebenso stetigen Anstieg übergegangen.

«Wir befinden uns leider wiederum an einem kritischen Punkt. Noch sind zu wenige Personen geimpft und trotz weitgehender Einschränkungen befinden wir uns am Beginn einer dritten Welle»,

wird Gesundheitsdirektor Martin Pfister in einer Medienmitteilung zitiert. «Damit sich die Auswirkungen in Grenzen halten, müssen wir Sorge tragen zu noch nicht geimpften Risikopersonen und uns alle noch einmal an die bekannten Regeln halten: Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen!» Der Gesundheitsdirektor ist zuversichtlich, dass im Sommer schrittweise zur Normalität zurückgekehrt werden kann.

Impfung als Ausweg

Anders als im letzten Jahr ist der Ausweg aus der Pandemie klar ersichtlich: Die Impfaktion ist im Rahmen der verfügbaren Impfdosen im Kanton Zug gut angelaufen. Die Hochrisikogruppen können sich impfen lassen, in den nächsten Monaten werden mit grösseren Liefermengen auch die nächsten Gruppen zugelassen werden können. «Wir rufen alle Zugerinnen und Zuger, die den aktuellen Impfgruppen angehören, noch einmal auf: Lassen Sie sich impfen! Die verwendeten Impfstoffe sind sicher und bieten einen sehr hohen Schutz vor der Ansteckung», betont Pfister. Die Onlineanmeldung ist auf www.corona-impfung-zug.ch möglich.

Schutz der Risikogruppen

Bis sich alle impfwilligen Angehörigen der Risikogruppen impfen lassen können, ist der Schutz dieser Personen zentral. Ältere Personen sowie solche mit schweren chronischen Erkrankungen haben gemäss Medienmitteilung ein deutlich erhöhtes Risiko, dass sie sich bei einer Infektion mit dem Coronavirus in Spitalbehandlung begeben müssen. Deshalb sollten sich gerade diese Personen in der aktuellen Lage besonders schützen: durch ein Minimieren der persönlichen Kontakte, ein konsequentes Einhalten der Abstandsregeln und das Tragen von Schutzmasken. «Uns ist bewusst, dass gerade der lang andauernde Verzicht auf persönliche Kontakte sehr schwierig ist. Wir möchten aber betonen: Ein Ende dieser schwierigen Situation ist in Sicht!», so Pfister.

Neben den Angehörigen der Risikogruppen ist die Coronapandemie auch für Mitarbeitende des Gesundheitswesens eine grosse Belastung. Aktuell liegt die Zahl der Hospitalisationen zwar tief, wir müssen uns aber auf einen Anstieg vorbereiten. Eine Überlastung der Spitäler muss nicht nur für die Mitarbeitenden, sondern auch für alle Patientinnen und Patienten unbedingt verhindert werden. «Jeder Coronafall weniger führt zu weniger Ansteckungen, weniger Spitalaufenthalten und schlussendlich weniger Todesfällen», macht Pfister deutlich.

Aktiv bleiben trotz Einschränkungen

Die nun schon über ein Jahr dauernde Pandemie ist für die ganze Bevölkerung eine grosse Herausforderung. Umso wichtiger ist es, gerade in dieser Zeit aktiv zu bleiben und seine mentale und körperliche Gesundheit zu fördern. «Bewegung an der frischen Luft, kreative Betätigung und Kontakt zu seinen Nächsten – wenn auch digital», so fasst Pfister seine Tipps für die Zugerinnen und Zuger zusammen. Diese Ziele stehen auch im Fokus der Kampagne «Hey Zug!» des Kantons, die am Montag gestartet ist (www.hey-zug.ch). Speziell für die ältere Bevölkerung bietet unter anderem die Pro Senectute Zug auf die aktuelle Lage angepasste Angebote an, welche genutzt werden sollten (zg.prosenectute.ch).