Leserbrief
Coronasolidarität soll für alle gelten

Zur Coronasituation

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Nun sprechen wir bereits über neue, aggressivere Virusvarianten und eine erhöhte Übertragbarkeit durch Kinder und unter Kindern. Sind wir uns nicht bewusst, trotz aller Einwände von Virologen oder «angeblichen» Experten, dass sich die Natur über unsere Entscheidungen hinwegsetzt und stärker als all unsere Regeln und Verbote ist? Für mich ist ein Menschenleben wichtig und steht sicherlich vor materiellen Werten.

Aktuell wird viel von links nach rechts und zurück geredet– die Argumente entbehren oft jeglicher Grundlage und sind oft nicht stichhaltig. Fakt ist, dass wir unwissend sind und unmöglich aufgrund der bestehenden Daten mit vernünftiger Sicherheit sagen können, wie sich die aktuelle Coronasituation entwickeln wird. Ich bin überzeugt, dass die mehrheitlichen Entscheidungen unserer Regierungen nutzlos oder gar kontraproduktiv sind, uns in den sozialen Bereichen einschränken und wirtschaftlich äusserst schädlich und schlicht nicht zu vertreten sind. Die Entscheidungen unserer Regierung stützen sich stark auf die Verwaltung sowie auf die Entwicklungen und Entscheidungen der Regierungen der Nachbarländer.

Meine Meinung und Empfehlung, als Bürger und nicht als «Experte», ist, dass die öffentliche Hand und deren Exponenten und Arbeitnehmer einem Ausgleich der finanziellen Einbussen der Wirtschaft in ihrer Lohn- und Entschädigungspolitik Rechnung trägt. Politik, Verwaltung und Lehrpersonal als sichere Lohnbezüger sollen per sofort 10 bis 20 Prozent ihres Gehaltes in einen Fond einzahlen, welcher den arg gebeutelten Branchen der Gastronomie und kleinen Dienstleistern, welche zur Zeit leiden und durch die auferlegten Massnahmen nicht ihren Lebensunterhalt verdienen können, zur Verfügung gestellt werden.

Im Weiteren sollen auch Pensionäre (zu denen auch ich zähle), welche den Höchstbetrag der AHV erhalten, zu gleichen Teilen partizipieren und ihren Beitrag leisten.

Mit diesen Massnahmen würde relativ schnell die Meinung der Bevölkerung kippen, und man könnte offen über Corona sprechen. Ich bin sicherlich kein Coronaleugner, aber der aktuelle Zustand im Land steht in keinem Verhältnis zu den durch Corona und den von der Politik und Verwaltung durchgesetzten Massnahmen entstandenen sozialen und wirtschaftlichen Schäden. Über diesen Vorschlag soll schnellstmöglich im Parlament entschieden werden.

Moritz Bischofberger, Baar