Covid-19-Pandemie
Massentests an Zuger Oberstufenschulen: Tiefe Positivität müsste zu Erleichterungen führen

Der FDP-Kantonsrat Peter Letter (Oberägeri) hinterfragt die rigiden Coronamassnahmen an der Zuger Oberstufe. Die Regierung soll aufzeigen, wie beispielsweise Lockerungen bei der Maskenpflicht vonstattengehen könnten.

Harry Ziegler
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An den Schulen der Zuger Oberstufe werden sämtliche Schülerinnen und Schüler regelmässig auf Corona getestet. Diese sogenannten Spucktests weisen tiefe Positivitätsraten auf, wie Kantonsrat Peter Letter (FDP/Oberägeri) in einer Kleinen Anfrage ausführt. «Inoffiziellen Angaben zu Folge waren in den Folgewochen die Raten noch tiefer», behauptet der Kantonsrat. Diese an sich erfreuliche Tatsache gehe allerdings gemäss Letter nicht mit entsprechenden Lockerungen der Massnahmen einher. An den Oberstufenschulen gilt eine strikte Maskenpflicht auf dem gesamten Schulareal – ob drinnen oder draussen.

Zwar habe der Regierungsrat erklärt, er könne sich Erleichterungen bei der Maskentragpflicht vorstellen, falls die Zahlen eine entsprechende Lockerung unterstützen würden, konkretisiert sei laut Letter diesbezüglich jedoch nichts.

Gezielte Massnahmen statt generelle Pflicht?

Der Oberägerer Kantonsrat stellt dem Regierungsrat mehrere Fragen. Unter anderem, ob vorstellbar sei, die Maskenpflicht im Unterricht sofort aufzuheben. Er will ausserdem wissen, ob sich die Vermutung von Experten durch die Massentests bestätigt habe, wonach Schulen und Jugendliche keine Treiber der Pandemie seien. Weiter verlangt er Auskunft darüber, ob die Regierung in Betracht ziehe, «eine bessere Differenzierung von Schutzmassnahmen an den Schulen zum Schutz von gefährdeten Personen einzuführen, statt mit einer generellen Maskenpflicht alle Teenager einzubeziehen».

Und falls die Resultate der Massentests an der Zuger Oberstufe nicht in die Statistik des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zur Berechnung der Positivitätsrate einfliessen: Weshalb ist das so, und wie würde diese Rate im Kanton Zug aussehen, würden die Resultate der Tests in die Berechnung einbezogen? Zudem: Gibt es Modellrechnungen, wie die Testresultate auf die gesamte Zuger Bevölkerung hochgerechnet werden können?