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Die Zuger «Crypto-E-Bikes» wurden bisher 1500 Mal ausgeliehen

Die zwei Fahrradverleih-Systeme, die in Stadt und Kanton seit letztem Jahr im Einsatz sind, werden rege genutzt.
Fabian Gubser
Die Stadt Zug bietet in Zusammenarbeit mit dem TCS und verschiedenen privaten Firmen elektrische Cargo Bikes an. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 23. Mai 2018)

Die Stadt Zug bietet in Zusammenarbeit mit dem TCS und verschiedenen privaten Firmen elektrische Cargo Bikes an. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 23. Mai 2018)

An die 300 elektronischen IDs hat die Stadt Zug bis jetzt ausgestellt. Jeder, der solch eine Blockchain-basierte E-ID besitzt, kann seit letztem November damit auch E-Bikes ausleihen. Grundlage dafür ist eine Plattform, welche die Stadt Zug in Zusammenarbeit mit dem Zürcher Start-up AirBie lanciert hat. «Crypto-Bike-Sharing» lautet der Name des Pilotprojekts. Ziel ist laut Martin Gabriel, Projektleiter Informatik der Stadt Zug, einen Service für die E-ID anzubieten. Parallel sollen Erfahrungen mit der Technologie der Blockchain gesammelt werden. Laut Christian Raemy, CEO von AirBie, haben die knapp 90 Nutzerinnen und Nutzer bisher ungefähr 1 500 Fahrten durchgeführt. «Die Gegend um den Bahnhof, um die Altstadt, um die Bossard-Arena und im Norden der Stadt sind die Hot Spots», schildert Raemy. Er freut sich, dass die acht Velos gegenwärtig jeden Tag benutzt werden sogar mitten in der Nacht, wie er berichtet. Die meisten Fahrten dauern weniger als zehn Minuten. Leider machte er auch schlechte Erfahrungen: Ein paar Velolichter und ein Sattel wurden gestohlen.

Die Anmeldung zur Plattform erfolgt über die AirBie-App. Die Nutzerinnen und Nutzer erhalten eine Gutschrift für 20 Stunden freie Fahrt. Das Projekt läuft noch bis Ende Sommer. «Wie es anschliessend weitergeht, ist zurzeit noch offen», sagt Gabriel.

Auch einen E-Lastenradverleih gibt es im Kanton Zug. Seit etwas mehr als einem Jahr bietet die Plattform Carvelo2go in drei Gemeinden zehn E-Cargobikes an. Eine Miete dauert durchschnittlich zwölf Stunden. Ausgeliehen werden die Fahrräder an neun Standorten.

Neue Standorte in
Planung

«Die Mehrzahl von ihnen erreichen in der Sommersaison um die zehn Mieten pro Monat», sagt Carvelo2go-Sprecher Jonas Schmid. Die meisten nutzten die Cargobikes für Freizeitfahrten mit den Kindern (im Gegensatz zu den grossen Städten, wo die Lastenfahrräder gleich häufig für Einkäufe und Besorgungen eingesetzt werden).«Wir sind mit dem Start grundsätzlich zufrieden», überlegt Schmid. Es sei für ihn allerdings von Beginn weg klar gewesen, dass im «hochmotorisierten» Kanton Zug nicht mit den gleichen Nutzungsraten wie in den Städten Zürich, Basel und Bern zu rechnen sei. Dort erreichen viele Standorte über 30 Mieten pro Monat. Allerdings seien im Kanton Zug ein paar Standorte «zu wenig» ausgelastet – welche das sind, wollte Schmid aus Rücksicht gegenüber den Standorten nicht verraten.

Wie geht es weiter? Hier hält sich Schmid noch bedeckt. Im Herbst werde man eventuell andere Standorte auswählen. Gesponsert wird das Projekt sowohl von den Gemeinden Cham, Steinhausen und Zug als auch weiteren Institutionen. «Es wäre toll, wenn weitere Gemeinden mit einem Standort einsteigen würden», sagt Schmid. Bis jetzt gibt es keine anderen E-Fahrradverleihe im Kanton. Doch dies ändert sich bald. Die Firma Smide, die schon in Zürich und Bern aktiv ist, kündigte eigentlich an, im Juni mit 200 E-Bikes in die Stadt Zug zu kommen. Diese funktionieren nach dem Free-Floating-Prinzip: Das Gefährt kann nach Gebrauch irgendwo im öffentlichen Raum abgestellt werden und wartet dann dort auf seinen nächsten Benutzer. Nun gab es aber laut Tom Marty, Leiter für den Schweizer Markt, Lieferprobleme, weswegen man erst Ende Juli mit den ersten Velos rechne. Am Anfang sollen in Zug 50 bis 60 Stück platziert werden, bewilligt seien 200. Weshalb die Verspätung? Seine Firma expandiere zurzeit «national und international».

Auch eine Bewilligung erhalten für 200 Fahrräder – ohne elektrische Unterstützung – hat die Firma Nextbike, die noch diesen Sommer starten möchte. In Zug wird Nextbike durch die Caritas Luzern in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Gesellschaft und deren Institution GGZ@Work betrieben. Bei den Gemeinden Risch, Baar und Hünenberg seien aktuell keine Anfragen für Fahrrad-Verleihe pendent, hiess es auf Anfrage. Der Verantwortliche von Steinhausen ist in den Ferien. Bei der Gemeinde Cham sei gerade eine Anfrage von Smide eingegangen. Noch ist also völlig unklar, welches Ausleih-System sich in der Zukunft im Kanton Zug durchsetzen wird. Mit dem Markteintritt von Smide und Nextbike werden die Zugerinnen und Zuger zwischen vier verschiedenen Anbieter auswählen können.


An diesen Orten können die Lastenfahrräder gemietet werden: Einkaufszentrum Herti (Zug), Patricias Quartierladen (Zug), Quartierbeiz Feldhöfli (Zug), Confiserie Speck (Zug), Grand Café (Zug), Stadtbibliothek Zug, Urs Drogerie (Steinhausen), Stiftung Eichholz (Steinhausen), Café Luzia (Cham).

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