CURLING: 25'000 Franken sind weg – auf einen Streich

Aus der Curlinghalle in Zug wurde vor einer Woche ein Stein gestohlen. Die Diebe wissen wohl nicht, was sie damit angerichtet haben.

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Ein Stein weg – und das ganze Spiel ist futsch. Im Bild Volker Dreeckmann. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Ein Stein weg – und das ganze Spiel ist futsch. Im Bild Volker Dreeckmann. (Bild Dominik Hodel/Neue ZZ)

Ein Curlingstein wiegt rund 20 Kilogramm. Er ist meistens aus schottischem Granit hergestellt und speziell geschliffen. Brauchen kann man den Stein nur zum Curlingspielen. Und dies auch nur, wenn man noch 15 andere Steine hat, die aus dem gleichen Granitblock gehauen und identisch geschliffen wurden.

Vor einer Woche wurde in der Curlinghalle Zug ein Curlingstein gestohlen. Wieso aber soll das jemand tun? Ein Stein allein ist – siehe oben – völlig nutzlos. «Das ist bestimmt ein Lausbubenstreich», sagt Rolf Bedognetti, der Präsident des Curling Clubs Zug. Die Diebe hätten sicher nicht gewusst, dass der Stein gut 1200 Franken koste und als einzelner Stein nicht ersetzt werden könne. Tauche das gute Stück nicht wieder auf, müsse der Verein zwei neue Sets à acht Steinen kaufen, was 20'000 bis 25'000 Franken koste.

Bei einem Besen, bei Schuhen oder einer Jacke, wäre man zur Tagesordnung übergegangen – aber den Diebstahl des Ailsite-Granit-Curlingsteins verstehe niemand. «Es würde mindestens drei Monate dauern, bis wir 16 Ersatzsteine geliefert bekämen.» Dann sei die Saison schon fast vorbei, sagt Hallenmanager Volker Dreckmann.

Charly Keiser

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Zuger Zeitung.

HINWEIS
Hinweise auf den Verbleib des Steins bitte an die Redaktion unter 041 725 44 55 oder den Curling Club unter 079 598 67 78.