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CVP der Stadt Zug will Räume um das SBB-Viadukt wiederbeleben

Container, Mofas, Velos oder Autos: Die Durchgänge des SBB-Viadukts in der Stadt Zug werden aktuell vor allem als Abstellplätze genutzt. Dies will die CVP ändern. Ihr schweben Bars, Take-Aways oder Pop-up-Stores vor.
Livio Brandenberg
Die Bögen des SBB-Viadukts in der Stadt Zug. Bild: Stefan Kaiser (5. Mai 2018)

Die Bögen des SBB-Viadukts in der Stadt Zug. Bild: Stefan Kaiser (5. Mai 2018)

Mitten in der Stadt und doch grossmehrheitlich unerkannt zieht sich das SBB-Viadukt durch die Stadt. Unter den Bögen zwischen Bahnhof und Poststrasse stehen Autos, Mofas, Velos, Container – oder nichts. Dies stört die Stadtzuger CVP. Sie ist der Meinung, aus diesen Räumen könne mehr gemacht werden. Darum haben die beiden CVP-Gemeinderäte Christoph Iten und Corina Kremmel ein Postulat eingereicht, welches eine «attraktivere Nutzung» des SBB-Viadukts anregt. «Die dunklen und düsteren Bögen» würden nur als Abstellplätze, und nicht selten auch «für unschöne Geschäfte» genutzt. «Das SBB-Viadukt ist eine ungenutzte Chance», so das Fazit des Vorstosses.

Mit einfachen Mitteln könnte aber viel bewirkt werden, sind die CVP-Exponenten überzeugt. «Viele Nutzungen sind denkbar», sagt Christoph Iten. Man kenne es vom Zürcher Viadukt, wo Restaurants und Läden eingerichtet worden sind. «Hier in Zug haben wir sicher nicht die gleichen Möglichkeiten, nur schon vom Platz her. Aber es hat zum Beispiel bei einem Bogen des Viadukts schon ein WC drin, sie wären also genug gross», so Iten. Laut dem CVP-Gemeinderat müsste es darum auf eine eher einfache Nutzung hinauslaufen: «Etwa kleine Bars, ein kleines Take-Away-Restaurant oder Möglichkeiten, etwas auszustellen sowie Pop-up-Stores im Stil von Marktständen, allerdings nicht auf offener Strasse, sondern mit einer Türe.»

Stadt soll mit den SBB Kontakt aufnehmen

Im Zusammenhang mit einer besseren Nutzung der Durchgänge des Viadukts soll der Stadtrat vor allem auch die aktuelle Beleuchtung überprüfen. Alles in allem würde durch die zu prüfenden Vorschläge die Innenstadt deutlich aufgewertet, sagt Iten. So sei vielen Zugerinnen und Zugern auch gar nicht bewusst, dass «man grundsätzlich unter den Bögen des Viadukts hindurchgehen kann». In die Überlegungen einbezogen werden soll auch der Platz, auf dem früher der Gasthof zur Eisenbahn stand. Dies ist der dreieckige Platz am südlichen Ende der Baarerstrasse, bevor diese unter dem SBB-Viadukt hindurch verläuft. Unter einem der Bögen ist dort schon heute ein öffentliches WC untergebracht.

Die CVP der Stadt Zug fordert den Stadtrat nun auf, mit den SBB und den «weiteren betroffenen Grundeigentümern Kontakt aufzunehmen und mögliche nächste Schritte zu besprechen». Iten sieht hier auch die grössten Hürden für eine Umsetzung in seinem Sinne. «Die Schwierigkeit dürfte weniger in der Frage liegen, was man aus dem Viadukt machen kann, sondern, dass das Land den SBB gehört und auch der angesprochene Platz gehört einem Privateigentümer.» Alle diese Parteien an einen Tisch zu bekommen könnte laut Iten der Knackpunkt dieses Vorschlags sein. Weiter stelle sich vielleicht auch die Frage der Finanzierung und welche Rolle die Stadt dabei einnehmen kann.

Kaum Gegenwehr erwartet

Das Postulat kommt nun am 5. Juni in den Grossen Gemeinderat (GGR) der Stadt Zug. Christoph Iten geht davon aus, dass der Vorstoss überwiesen wird. «Wir haben uns nicht mit weiteren Parteien abgesprochen. Es handelt sich ja nicht um eine Motion, sondern um ein Postulat. Im GGR werden solche grundsätzlich überwiesen und anhand des Berichts des Stadtrats wird dann diskutiert.» Er glaube darum nicht, «dass dieser Vorstoss aneckt und erwarte keine grosse Gegenwehr».

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