Cyberkriminalität nimmt stark zu

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Internet Die angezeigten Fälle von Cyberkriminalität haben sich im Kanton Zug innerhalb von einem Jahr verdoppelt. 2017 gab es insgesamt 176 Fälle, gleich 106 davon betreffen den Bereich Cyberbetrug. Vor allem das sogenannte Social Engineering nehme zu. Beim Social Engineering greifen Kriminelle sensible Daten nicht mit technischen Mitteln ab, sondern indem sie die Anwender im direkten Kontakt täuschen. Sie geben sich beispielsweise als Techniker aus und fragen nach Zugangsdaten und anderen vertraulichen Informationen. So erhalten sie Zugriff aufs System. Vor allem Firmen sind davon betroffen. Aber vermehrt, so Kriminalpolizei-Chef Thomas Armbruster, seien auch Ermittlungskompetenzen im Bereich der Bitcoin- und Blockchain-Technologie gefragt. Leider laufe aber auch diesbezüglich die Zusammenarbeit zwischen allen Kantonen noch nicht konsequent genug ab, so Sicherheitsdirektor Beat Villiger. Zu oft gebe es verschiedene Interessen, was gerade in diesem Bereich problematisch sei. So könnte wegen fehlenden Datenaustausches nicht jeder Fall konsequent verfolgt werden. Zwar hat die Zuger Polizei einen Cyberermittler. Die Fälle seien aber oft national oder gar international. (cg)