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Ana Meyer ist ein grosser Kroatien-Fan

Für Anas Lieblingsmannschaft läuft es perfekt an der WM – Kroatien ist im Halbfinale. Doch die 13-Jährige ist nicht nur leidenschaftlicher Fussballfan, sie ist selbst auf gutem Weg, einmal ganz oben mitzuspielen.
Christopher Gilb
Bei Ana Meyer zu Hause ist derzeit alles in den Kroatien Farben dekoriert. (Bild: Maria Schmid (Zug, 3. Juli 2018))

Bei Ana Meyer zu Hause ist derzeit alles in den Kroatien Farben dekoriert. (Bild: Maria Schmid (Zug, 3. Juli 2018))

Wenn die kroatische Nationalmannschaft spielt, herrscht Hochbetrieb bei Ana Meyer Zuhause. Teilweise finde sich die halbe Familie, wie sie sagt, in der Wohnung in der Riedmatt ein. Es könne dann hoch zu und her gehen. «Bei Kroatien gegen Dänemark bin ich beispielsweise hier oben gestanden und habe mitgefiebert», erinnert sie sich. Ana Meyer zeigt auf die Couchlehne, näher könnte man dem Fernsehbildschirm fast nicht sein. «Als Rebic dann aber kurz vor dem Tor gefoult wurde, bin ich richtig ausgerastet und runter gesprungen. Da war ich wütend», bekräftigt die selbstbewusste 13-Jährige. Denn Elfmeterschiessen, habe oft mehr mit Glück als mit Können zu tun und es wäre richtig unfair gewesen, wenn Kroatien deswegen rausgeflogen wäre.

Ana Meyer versteht etwas davon, was auf dem Spielfeld abläuft. Seit gut fünf Jahren spielt sie regelmässig Fussball derzeit bei Zug 94 und dem FC-Zugerland. Ihre Position ist das Mittelfeld. Bei besagtem Spiel Kroatien gegen Dänemark ging dann aber doch alles gut. Ihre Lieblingsmannschaft setzte sich im Elfmeterschiessen durch und sie war glücklich. Auch im folgenden Spiel bewies Kroatien im Elfmeterschiessen einen langen Atem und warf damit den Gastgeber Russland aus dem Wettbewerb. Jetzt muss auf dem Weg ins Finale am Mittwoch noch England bezwungen werden.

Für Kroatienfans ist es eine besondere WM, das letzte Mal, als die Mannschaft so erfolgreich war, war an der WM 1998 in Frankreich. Damals erreichte das Team den dritten Rang. Fan der kroatischen Nationalmannschaft zu sein, sei einfach Tradition in der Familie, erzählt Ana Meyer. Von klein auf habe sie die Spiele der Mannschaft aus Südeuropa verfolgt. Zwei Trikots hat sie zu Hause. Auf einem steht Mario Mandžukić auf dem anderen Luka Modric. Ihr Lieblingsspieler bei dieser WM ist aber der Gefoulte, Ante Rebić, von Eintracht Frankfurt. Der bisher eine super WM spiele.

In die Academy nach Biel

Ana Meyer selbst wurde in der Schweiz geboren. Kroatien ist das Heimatland ihrer Mutter, auch Ferien macht die Familie dort. Bisher besucht sie die Kantonsschule Zug. Doch nach diesen Sommerferien beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt. «Anfang Jahr nahm ich mit einer Auswahlmannschaft an einem Sichtungsturnier in Biel teil. Danach kam das Mail der Credit Suisse Football Academy, das ich interessant spielen würde», erinnert sich Ana Meyer an den grossen Moment. An der Akademie in Biel wird jungen Fussballerinnen eine sportliche Ausbildung ermöglicht. Gleichzeitig erhalten sie auch Schulunterricht dort. Es geht darum, beides optimal zu kombinieren. Doch bevor sie aufgenommen wurde, musste sie sich erst an drei weiteren Selektionen durchsetzen. Sie überzeugte die Verantwortlichen. Unter der Woche wird sie künftig bei einer Gastfamilie wohnen.

Die Annahme in Biel hat auch Auswirkungen auf eine allfällige Zukunft als Nationalspielerin. «Ich musste mich verpflichten, später einmal, falls ich ein Aufgebot erhalte, für die Schweiz zu spielen», erzählt die Doppelbürgerin. Eine Möglichkeit gebe es aber noch für Kroatien, der kroatische Verband müsse eine Art Ablösesumme bezahlen. Doch sei es zu früh für solche Gedanken. Erstmals hofft sie auf eine spannende Zeit in Biel und natürlich, das Kroatien Weltmeister wird.


Hinweis: In unserer Serie «Meine WM» porträtieren wir Kinder verschiedener Nationalitäten, die im Kanton Zug leben und mit der Mannschaft ihres Heimatlandes mitfiebern.

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