Leserbrief
Damit wird der Standort Zug schlecht gemacht

«Schwarze Schafe ruinieren den Ruf», Ausgabe vom 16. April

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Vor einigen Wochen habe ich mich schon über den Artikel eines Journalisten innerhalb des Redaktionsteams der «Zuger Zeitung» und der CH Media enerviert. Er hat meines Erachtens versucht, mit Vermutungen und Werweissen eine Firma, die im Cybersecurity Bereich tätig ist, zu verunglimpfen. Jetzt ist diese Art und Weise, Journalismus zu betreiben, auch von Harry Ziegler, Chefredaktor der besagten Zeitung, aufgenommen worden. Es ist nun die Zeit, entschieden dagegen zu halten: Wenn man den reisserischen Titel seines Artikels «Schwarze Schafe ruinieren den Ruf» liest, geht man davon aus, dass der Kanton Zug von einem weiteren Skandal erschüttert und damit bald endgültig erledigt sein wird. Gespannt vertieft man sich in den Text und stellt am Ende fest: nichts als Luft und Biswind, keine Fakten, keine Geschichten, keine Namen, rein gar nichts. Im Gegenteil, die vom Autor befragten Vertreter der jeweiligen Berufsverbände antworten nüchtern, sachlich und professionell. Die Story ist zu Tode recherchiert, aber man möchte dann das Zug-Bashing doch noch durchziehen und landet im journalistischen Nirwana.

Ich frage mich, warum diese Zeitung immer wieder versucht, den Standort und den Kanton Zug schlecht zu machen? Wenn man echte Argumente hat, versteht jeder, wenn auf etwas hingewiesen wird, das nicht sauber ist. Aber ohne Argumente und mit alten, ausgeleierten Themen ist das ein No-Go und eines Journalisten nicht würdig. Da lobe ich mir die Berichterstattung der «Neuen Zürcher Zeitung», mit der ich mich täglich eine Stunde vergnügen kann und am Ende ein wenig «gescheiter» bin. Herr Chefredaktor, verstehen Sie den Kanton endlich richtig oder wechseln Sie zur WOZ, dort ist die Tonlage auf Sie zugeschnitten.

Adrian Risi, Kantonsrat SVP, Zug