Leserbrief
Dankbar sein, in der Schweiz zu leben

Zum Nationalfeiertag

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Anlässlich unseres Nationalfeiertages üben fundamentale Kritik an der Schweiz seit Jahrzehnten mehrheitlich Links-Intellektuelle. Trotz deftiger Skandale in Politik und Justiz (Fifa, Grossbanken und so weiter), in bundesnahen Betrieben (wie Postauto) und trotz etwas gar schleppender Schweizer Umweltbehörden und der ewigen Baustelle Altersvorsorge, welche auch ich als Parteiloser anprangere, bin ich jeweils nur eins: Dankbar, in einem Land leben zu dürfen, wo das Volk Mitsprache- und Entscheidungsrecht hat, wo Korruption einigermassen klein, die Rechtssicherheit dagegen gross ist, wo man nicht verhaftet und eingesperrt wird, wenn man seine Meinung kundtut, und wo der öffentliche Verkehr zuverlässig und bis fast in den hintersten Winkel grossartig ausgebaut ist. Und dankbar bin ich, dass es (noch) genügend Menschen gibt, die sich gegen einen Beitritt zum starren, direktdemokratie-feindlichen EU-Zentralismus wehren.

Fragen Sie mal EU-Bürger und -Bürgerinnen: Die meisten schielen neidisch auf die Schweiz und würden noch so gerne einwandern, wenn sie könnten, weil sie die vielen erheblichen Nachteile in der EU längstens begriffen und an sich selber erfahren haben.

Ueli Krasser Hagendorn