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Dankeschön an den Gemeindemäzen von Muri

Die Einwohnergemeindeversammlung verleiht Franz Käppeli für sein grosszügiges Engagement das Ehrenbürgerrecht.
Eddy Schambron

Aussergewöhnlich war die Einwohnergemeindeversammlung Muri in mehrerer Hinsicht: Sie fand draussen, im Schatten von Klostermauern statt, sie ernannte Franz Käppeli zum Ehrenbürger und der Gemeinderat strich gleich selbst zwei Geschäfte von der Traktandenliste. Der Verpflichtungskredit für Unterflurcontainer zur Abfallentsorgung und die Totalrevision des Entsorgungsreglements wurden «wegen Mängeln», wie Gemeindepräsident Hampi Budmiger einräumte, zurückgezogen.

Grundlage für den Kredit von 750 000 Franken zur Realisierung einer ersten Etappe Unterflurcontainer zur Kehrichtsammlung war ein technischer Bericht. Dieser hätte sowohl in der Auflage als auch online für die Stimmberechtigten einsehbar sein müssen. War er aber nicht. «Das ist ein Fehler und wir entschuldigen uns», sagte Budmiger. Das Geschäft wird an einer späteren Versammlung nochmals traktandiert. In einem engen Zusammenhang steht das Entsorgungsreglement, das einige redaktionelle Anpassungen benötigt. Die Parteien hatten dazu verschiedene Anträge und Änderungen angekündigt. «Das gäbe eine Flickerei», erklärte der Gemeindepräsident, weshalb der Gemeinderat das Geschäft ebenfalls zurückzog und von sich aus eine Überarbeitung vornehmen will.

Ein Mann der Taten und nicht der grossen Worte

Franz Käppeli hat die Gemeinde in den letzten sechs Jahren mit über zehn Millionen Franken unterstützt. Unter anderem hat er 2013 den Singisenflügel des Klosters Muri gekauft, dort das neue Museum Kloster und das Besucherzentrum finanziert und das Museum für medizinhistorische Bücher eingerichtet. Zusammen mit seiner Familie legte er auch die finanzielle Basis für das neue Museum Caspar Wolf. «Und vieles mehr», wie Budmiger unterstrich. «Viele Entwicklungsschritte hätten ohne diese Grosszügigkeit gar nicht realisiert werden können.» Käppeli sei kein Mann der grossen Worte, sondern der Taten und auch mit seinen beruflichen und wirtschaftlichen Erfolgen immer bescheiden geblieben. Er habe als elftes von zwölf Kindern gelernt, zu teilen. «Das macht er bis heute mit einer grossen Selbstverständlichkeit.» Mit der Verleihung der Ehrenbürgerschaft wolle Muri die grosse Dankbarkeit für sein herausragendes Engagement zum Ausdruck bringen.

Die Leute in den Türmelen, wo Käppeli als Bauernbub aufgewachsen ist, hätten nie den Ruf gehabt, viel Geld zu haben. Aber er sei nie neidisch auf die Erfolgreichen gewesen, sagte der Mäzen selber, sondern er habe sich gesagt: Was die können, kann ich auch. «Aber es braucht auch Glück zum Erfolg, und dieses Glück hatte ich.» Er freute sich über die Verleihung des Ehrenbürgerrechts, meinte aber auch, «dass das, was wir gemacht haben, weder Bühne noch Scheinwerfer brauchen».

Diskussionslos wurden die übrigen Geschäfte, darunter der Verpflichtungskredit von 11,809 Millionen Franken für die Sanierung und den Ausbau der Abwasserreinigungsanlage Muri, genehmigt.

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