Ägeri on Ice hat sich den Europapark zum Vorbild genommen

Die Aufbauarbeiten für das Ägeri on Ice in Unterägeri haben bereits begonnen. Die Pandemie spielt eine Hauptrolle.

Carmen Rogenmoser
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Die Arbeiter legen beim Birkenwäldli Hand an.

Die Arbeiter legen beim Birkenwäldli Hand an.

Bild: Stefan Kaiser (Unterägeri, 15. Oktober 2020)

Dick eingepackt bei einem heissen Becher Glühwein den Eisläufern auf dem weihnächtlich geschmückten und beleuchteten Areal zuschauen, im warmen Chalet ein Fondue geniessen oder sich selbst im Eisstockschiessen üben: Das Ägeri on Ice im Birkenwäldli in Unterägeri verspricht Jahr für Jahr Winterzauber pur. Der Gedanke daran ist schön, aber ob das Spektakel auch in diesem Jahr unbesorgte Stunden bewirken kann?

Die Verantwortlichen haben die Herausforderung angenommen und so laufen die Vorbereitungen für die diesjährige Ausgabe, die vom 20. November bis am 3. Januar stattfindet, auf Hochtouren. «Wir haben eine geschlossene Location, das ist der Schlüssel zur sicheren Durchführung», sagt Daniel Schärer, Geschäftsführer von Zug Sports, unter dessen Organisation das Ägeri on Ice läuft. Die Feedbacks zeigten, dass sich viele auf das Unterägerer Eisfeld und das ganze Drumherum freuen, ergänzt er.

Mehr Platz für weniger Leute

Corona ist trotzdem das dominante Thema, auch bei den Vorbereitungen. Das Schutzkonzept steht, werde aber laufend entsprechend den neuesten Informationen erweitert. «Kurz gesagt haben wir mehr Platz, den wir mit weniger Leuten füllen werden», erklärt Schärer. Zur Verpflegung stehen das «Ägeri Stübli» und das «Andermatt Stübli» zur Verfügung, neu gibt es ein Take-away. «Zudem arbeiten wir mit zwei Slots, damit wir maximal flexibel sind und den Gästen das liebevolle Ambiente garantieren können», so der Geschäftsführer.

Zwischen den Gruppen wird jeweils eine ganze Tischgarnitur leer gelassen. «Wir haben bei den Grossen abgeschaut, wie es gehen kann, etwa beim Europapark», sagt Schärer. Auf dem Gelände gilt eine Maskenpflicht. Er erklärt:

«Setzt man sich an einen Tisch, zieht man die Maske ab, geht man zur Toilette oder nach draussen, zieht man eine Maske an. Wer sich nicht daran hält, muss das Gelände verlassen. Da wird es keine Diskussionen geben.»

Man appelliere an die Selbstverantwortung. Bei anderen, ähnlichen Settings wie eben im Europapark habe sich gezeigt, dass das funktioniere.

«Man kommt aber nur aufs Gelände, wenn man die Covid-Tracing-App hat. Das wird mit Stichproben kontrolliert», ergänzt Schärer. Für alle, die damit ein Problem haben, hat er eine klare Botschaft: «Bleibt daheim. Wir wollen keine Diskussionen und unnötigen Stress. Ein entspanntes und schönes Erlebnis steht im Vordergrund.» Auch in diesem Jahr können die Schlittschuhe vor Ort gemietet werden. Sie werden jeweils nach der Rückgabe desinfiziert.

Ein Stübli steht zur Verfügung

Der Gastrobereich des Events war in den vergangenen Jahren beliebte Anlaufstelle für Weihnachtsessen. «Firmenessen sind in diesem Jahr kein zentrales Thema», so Daniel Schärer. Für kleinere Events, auch für Geburtstage oder Vereinsanlässe mit weniger als 50 Gästen, stehe das «Andermatt Stübli» zur Verfügung. «Das kann exklusiv gebucht werden.» Dafür muss eine Grundmiete bezahlt werden, man ist aber unter sich. Reservationen werden bereits entgegengenommen. Für die Rückverfolgbarkeit werden die Daten einer Person pro Tisch zusätzlich aufgenommen.

Anfang Woche wurde mit dem Aufbau der Infrastruktur begonnen. Viele Helfer sind bereits im Einsatz. Freiwillige werden aber immer gebraucht, so Schärer. Er wirft aber gleich ein: «Auch hier gilt die Maskenpflicht.»

Weitere Informationen zum Ägeri on Ice und für freiwillige Helfer gibt es hier.