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Kolumne

Das Baby 
ist überall

Redaktorin Carmen Rogenmoser wird bald zum zweiten Mal Mami. Schon jetzt ist ihr Baby omnipräsent.
Carmen Rogenmoser
Redaktorin Carmen Rogenmoser

Redaktorin Carmen Rogenmoser

«Das Baby» ist bei uns zu Hause omnipräsent. In wenigen Wochen erwarten mein Mann und ich unser zweites Kind. Momentan ist das unser Thema Nummer 1. Das Babyzimmer ist eingerichtet, der Kinderwagen bereit, umgerüstet zu werden, die winzigkleinen Kleider sind eingeräumt, der Klinikkoffer steht bereit, der Weg ins Spital ist definiert – das ist diesmal eine zusätzliche Herausforderung, ist der schnellste Weg von Oberägeri nach Baar doch gerade rund ums Stichdatum gesperrt.

Vollkommen bereit ist auch der künftige grosse Bruder. Immer wieder kommt ihm das Baby in den Sinn. Wenn er etwa die neuen Schoppenflaschen aus dem Küchenschrank ausräumt oder wenn er den Maxi-Cosi erspäht. «Baby» sagt er dann in seinem Singsang und lässt das Wort zur Frage erklingen. «Ja das ist alles für das Baby», antworte ich geduldig mal für mal. Seit kurzem weiss er auch, dass das Baby in seinem ehemaligen Kinderbettchen schlafen wird. Er ist furchtbar stolz, schläft er nun in einem grossen Bett. Jeder, der bei uns zu Besuch kommt, wird sofort ins Kinderzimmer gezogen, um das neue Bett zu bewundern.

Kürzlich mussten wir in einem Kleidergeschäft das eine und andere fürs Baby besorgen. Der Kleine berichtete der Verkäuferin vergnügt, dass das Sachen für das Baby sind. «Baby, juhu», meinte er abschliessend und streckte dazu seine kleine Faust in die Höhe. Doch ich befürchte, dass er eigentlich keine Ahnung hat, was es mit diesem Baby genau auf sich hat. Dass er die Aufmerksamkeit bald teilen muss, dass er nicht mehr immer als erster an die Reihe kommt und dass er sich auch mal alleine beschäftigen muss, davon weiss er noch nichts. Begeisterungsfähig wie kleine Kinder sind, freut er sich momentan einfach an allem, was mit dem Baby zu tun hat.

So ist er auch ganz hin und weg von meinem dicken Bauch. Bei jeder Gelegenheit möchte er ihn auspacken und abküssen. Diese Faszination beschränkt sich allerdings nicht auf meinen Bauch. Er ist überzeugt davon, dass in jedem Bauch ein Baby ist – auch bei Papi. Sehr zum Unmut meines Mannes, der seinerseits mit der «Mitschwangerschaft» zu kämpfen hat. Ich nehme an, dass es dem Kleinen aber reicht, wenn das eine Baby bei uns einzieht und nur mein Bauch wieder verschwindet.

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