Kommentar

Hockeyzuschauer - mach das Beste aus der Maske

Als leidenschaftlicher EVZ-Fan ist Marco Morosoli einfach nur froh, wieder ins Stadion zurückkehren zu dürfen. Das Tragen einer Schutzmaske ist für ihn zweitrangig.

Marco Morosoli
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Derzeit mit einer Maske ein EVZ-Spiel zu verfolgen, das ist doch viel besser, als wenn es gar kein Eishockey in der Bossard-Arena mehr gäbe. Wenn alle eine Mund-Nasenbedeckung aufsetzen, fällt der Einzelne auch gar nicht mehr auf. In den vergangenen Monaten haben wir vieles verändert und werden in Zukunft noch viel mehr verändern müssen. Viele murrten, widersetzten sich oder schalteten gar auf den Widerstand-Modus. Warum nur?

Die Corona-Pandemie belehrt uns vielleicht (oder hoffentlich) darin, dass wir als Gäste auf dieser Welt sind. Wir können nun weiterhin jammern und verlangen, dass wir unser Leben wie vor einem Jahr wieder zurückbekommen. Sündenböcke gibt es immer genug. Der Coronavirus als Winzling eignet sich gut für diese Rolle. Wie wäre es, wenn wir einfach nur froh wären über das, was ist, und wenn wir aus dieser Situation das Beste herausholen würden. Dann hätten wir Hockeyzuschauer etwas mit den Kufenakrobaten auf dem Eis gemein, die ja auch immer vorwärts schauen und positiv bleiben müssen. Ein Gegentor bleibt ein Gegentor. Sich 1000 Stunden darüber aufzuregen, ist verschwendete Zeit. Jetzt ist es wichtig, dass die Fans Solidarität mit dem Klub zeigen. Das ist das Gebot der Stunde. Alle, auch der EVZ, haben und müssen Federn lassen. Das ist alternativlos, denn sonst kommt es zum grossen Lichterlöschen. Zug ohne den EVZ, wer will das schon. Eine Maske ist da das kleinere Übel.

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