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Das Bild des Zuger Gartenstadt-Quartiers soll erhalten bleiben

Sechs Mehrfamilienhäuser, 13 Reiheneinfamilienhäuser und ein Sonderbau; Holzfassaden in «Schwedisch Rot» gehalten sowie grosszügiger Aussenraum: So soll die neue Gartenstadt aussehen. Das Baugesuch liegt jetzt öffentlich auf.
Carmen Rogenmoser
Ein Teil der 13 Häuser, die an Aabach- und Hertistrasse weichen sollen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. Januar 2019))

Ein Teil der 13 Häuser, die an Aabach- und Hertistrasse weichen sollen. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 14. Januar 2019))

Der nächste Schritt ist Tatsache: Beim Baudepartement der Stadt Zug liegt das Baugesuch für die Neubauten der Arealüberbauung Gartenstadt auf. Geplant sind sechs Mehrfamilienhäuser mit Gemeinschaftsraum, zwei Autoeinstellhallen und eine Heizzentrale sowie 13 Reiheneinfamilienhäuser und vier Velounterstände. Weichen müssen dafür 13 bestehende Mehrfamilienhäuser entlang der Aabachstrasse und der Hertistrasse. Bauherren sind die Gebäudeversicherung Zug und die Baugenossenschaft Familia Zug. Noch bis am 30. Januar liegt das Gesuch auf, genauso lange gilt die Einsprachefrist. Und mit Einsprachen ist zu rechnen (siehe Box).

Die Eckdaten waren bereits bekannt. Nun werden die Informationen detaillierter. Geplant sind zwei- bis dreistöckige Holzbauten mit insgesamt 86 Wohnungen. Die Fassade wird in «Schwedisch Rot» gehalten, die Bedachung durch Muldenziegel in Dunkelbraun. Dem Baugesuch ist zudem zu entnehmen, dass 94 Parkplätze geplant sind, acht davon für Besucher.

Ein «zeitgenössischer Beitrag»

In einem Sonderbau findet die Fernheizanlage, die an die Circulago-Energiezentrale der WWZ AG angeschlossen ist, Platz. Jedes Gebäude wird damit verbunden. Die geplanten Bauten leisteten «einen zeitgenössischen Beitrag zur Gartenstadt, in dem trotz Verdichtung das gemeinschaftliche und grundbezogene Wohnen im Mittelpunkt steht», heisst es im Beschrieb des zuständigen Architektenteams «office haratori GmbH» aus Zürich.

Beim betroffenen Quartier handelt es sich um ehemalige Arbeiterhäuser der Landis & Gyr. Es ist zwar nicht denkmalgeschützt, steht jedoch im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder, was es laut Stadtrat aber nicht vor einem Abriss schütze. Dieser Umstand wurde, auch auf Geheiss der Stadt, in die Gestaltung einbezogen. Das Projekt müsse sich bei der Aufmachung der Fenster sowie deren Anordnung an den ursprünglichen Formen orientieren. Das Ensemble der Gartenstadt werde «nachhaltig, in Etappen, dem Ortsbild entsprechend und fortschrittlich» erneuert, heisst es im aktuellen Projektbeschrieb dazu. Trotz Verdichtung werden die Proportionen und Dimensionen der Zwischenräume der Gartenstadt beibehalten. «Die Ausgestaltung der nutzbaren Aussenräume richten sich nach den benachbarten Ensembles – damit wird nicht zuletzt langfristig der Zusammenhalt der Gartenstadt gestärkt.»

Baubeginn ist voraussichtlich 2020

So liegen sämtliche Wege auf der Ebene des gewachsenen Terrains. Die Mehrfamilienhäuser der ersten Linie werden stufenlos von der Aabachstrasse aus erschlossen. Die Reihenhäuser der zweiten Linie haben alle einen eigenen Zutritt entlang der zentralen Wiese. Die Hochparterrelage und die vorgelagerten Privatgärten garantierten ein hohes Mass an Privatheit für die Erdgeschosswohnungen. Die Unterscheidung von privatem und öffentlichem Aussenraum soll mittels halbhoher Mauern und Hecken gewährleistet werden. Mit einer grossen Wiese, begleitet von einer Baumreihe, erhalte die Gartenstadt einen klar definierten gemeinschaftlichen Aussenraum. Die Überdeckung der Tiefgarage werde ebenfalls so geplant, dass überall mindestens «Sträucher mittlerer Grösse» gepflanzt werden können.

Der Baubeginn ist für Mitte des kommenden Jahres angesetzt, die Arbeiten dauern dann bis Februar 2025. Gebaut wird mit Holzelementen. Diese würden einen hohen Vorfabrikationsanteil erlauben und damit eine schnelle und wirtschaftliche Bauweise.

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