Das Coronavirus stoppt Neuheimer Pläne für Senioren

Die Einführung einer Seniorenkommission, die via Budget beschlossen wurde, liegt bis auf weiteres auf Eis.

Tijana Nikolic
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Die Gründung einer Seniorenkommission, wie es Neuheim bei der Gemeindeversammlung von letztem Dezember via Budget beschlossen hatte, war weit fortgeschritten, als die Hauptzielgruppe aufgrund des Coronavirus zur gesundheitlichen Risikogruppe wurde. «Die Verabschiedung des Pflichtenhefts sowie die offizielle Einberufung der Kommission per Gemeinderatsbeschluss wurden deshalb bis auf weiteres zurückgestellt», sagt Andreas Bächtold, Gemeinderat und Vorsteher der Abteilung Soziales und Gesundheit. Da die Coronaproblematik im Kanton Zug in den ordentlichen politischen Strukturen bewältigt wurde und weiterhin werde, seien die Ressourcen in den Sozial- und Gesundheitsabteilungen sehr beansprucht. Das gelte für die kleine Abteilung in Neuheim in besonderem Masse.

«Das und die teilweise Verunsicherung bei der Zielgruppe, verzögern die Einführung der neuen Kommission»

so Bächtold. Im Entscheid, eine Seniorenkommission einzuführen, sei die Gemeinde jedoch bestärkt worden, da sie eine solche in den letzten Monaten gut hätten brauchen können.

Die Seniorenkommission soll eine Fachkommission mit rein strategischen Aufgaben werden. «Die primäre Aufgabe der Kommission wäre, den Gemeinderat in seniorenspezifischen Belangen zu beraten», erklärt Bächtold. Die Mitglieder sollen aus ihren Fachgebieten, wie religiösen Gemeinschaften, Vereinen oder medizinischen Gebieten berichten, da die Verwaltung selber nicht für jedes Fachgebiet über Spezialisten verfüge. Weiter werde die Kommission versuchen, seniorenspezifische Aktivitäten zu koordinieren und allenfalls Informationsmaterial zusammenstellen oder den Bedarf für Informationsveranstaltungen prüfen.

Gespräche mit möglichen Mitgliedern wurden geführt

«Bei Amtsantritt habe ich festgestellt, dass wir uns im Gegensatz zur Jugend beispielsweise nur mit den Lasten der älteren Bevölkerung, wie Pflege oder Betreuung, beschäftigen. Jedoch nicht mit den wohlverdienten Freuden im Alter», erinnert sich Bächtold. Der Gemeinderat möchte versuchen, einen Beitrag ergänzend zu den bestehenden Angeboten zu leisten. Die Kommission solle ein Forum für altersspezifische Anliegen an die Gemeinde sein.

«Nach Einberufung der Kommission durch den Gemeinderat werden wir die Bevölkerung im Gemeindeinfo informieren und es können sich Interessenten melden», so Bächtold. Der Gemeinderat habe schon konkrete Vorstellungen davon, welche Themengebiete er abdecken möchte. Teilweise seien auch schon Gespräche mit möglichen Mitgliedern geführt worden.