Leserbrief

Das darf doch nicht wahr sein!

«Pfarrer und Kirchenrat haben genug», Ausgabe vom 6. Mai

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Vor einem Jahr freuten wir uns, dass wir so schnell einen neuen, guten und sympathischen Pfarrer begrüssen durften. Wir werden sogar von Auswärtigen beneidet, die auch sehr gerne den Gottesdiensten mit Pfarrer Gregor Tolusso beiwohnen und ihn rühmen. Ein Konfessionsloser, der einem Beerdigungsgottesdienst beiwohnte, lobte unseren tollen Pfarrer auch.

Nun muss dieser bei uns allen sehr beliebte Pfarrer wieder gehen. Das Probejahr (?!) ist abgelaufen und die Pendenzen, die man angehäuft hatte, konnte er leider in einem Jahr nicht abarbeiten. Noch nie hörte ich, dass ein Pfarrer oder ein Laientheologe ein Probejahr absolvieren muss. Wieso konnte der vorherige Pfarrer 18 Jahre bleiben und das «Liegengebliebene» nicht erledigen, bevor er ging? Es scheint so, als ob dieser alles perfekt machte und natürlich auch das Pfarrhaus gerne bewohnte.

So schön die Aussicht dort ist, in Risch lebt jeder mehr oder weniger für sich. Das Waldheim lädt jetzt auch nicht mehr zu einem gemütlichen Beisammensein ein, aber vielleicht ist an der Chilbi die Pfarrhauskeller-Bar geöffnet! Wer möchte da schon alleine leben? Es interessiert mich, wie auch viele Rotkreuzer, Rischer und Meierskappeler brennend, was wirklich die gravierenden Gründe sind, dass man den allseits beliebten und freundlichen Gregor Tolusso wieder loshaben will. Sollten da nicht andere Köpfe rollen? Haben wir Noch-Kirchensteuer-Zahler nicht das Recht, mitzureden? Wie wäre es mit einer brieflichen Abstimmung?

Alice Wyss, Rotkreuz