Leserbrief
Das Einmaleins ist nur noch Makulatur

Zu einem bewilligten Baugesuch

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Weder die Gemeinde noch der Kanton hatten etwas gegen das Baugesuch an der Lorzenstrasse 2 in Unterägeri einzuwenden. Dieses wurde inzwischen genehmigt, die Fakten sind: Grenzabstand zu Gewässer (Lorze) beträgt null. Der jetzige Anbau mit einer Garage hatte ebenfalls diesen Abstand, war aber in der Höhe begrenzt gewesen und vorne zur Höfnerstrasse war noch eine freie Fläche vorhanden.

Das genehmigte Mehrfamilienhaus mit dem Abstand null zur Lorze beinhaltet aber die ganze Höhe. In dem bewilligten Mehrfamilienhaus (Grundstück circa 300 Quadratmeter) sind ebenfalls keine Garagen vorhanden. Dies sei ja kein Problem, wurde mir in einer Sitzung im Gemeindehaus gesagt, es könnten ja Garagen eingekauft werden, dabei geht es nur um den Betrag, der pro Garage zu entrichten ist, aber Garagen sind nachher immer noch nicht vorhanden. Das ist eine pure amtlich bewilligte Abzockerei, und das einmal von normalen Schülern gelernte Einmaleins ist nur noch Makulatur.

Aber gemäss Aussagen auf der Gemeinde auf meine Frage betreffend die fehlenden Garagen hatte ich den Eindruck, die Gemeinde wolle die Einwohner auf den öffentlichen Verkehr umerziehen. Ich habe in der letzten Zeit die Parkplätze beim Gemeindehaus kontrolliert. Da muss ich mitteilen: Eine Umerziehung sollte aber zuerst bei der Gemeinde selbst anfangen. Eine Einsprache betreffend das bewilligte Mehrfamilienhaus ist eingereicht worden und noch hängig.

Hans-Rudolf Iten-Hartmann, Unterägeri