Das EVZ-Talent Yves Stoffel blickt auf bewegte Wochen zurück

Yves Stoffel (18) von der EVZ Academy durfte diese Saison bereits drei Einsätze mit dem Fanionteam bestreiten.

Michael Wyss
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Yves Stoffel (gelber Helm) erhält Anweisungen von Trainer Roger Hansson.

Yves Stoffel (gelber Helm) erhält Anweisungen von Trainer Roger Hansson.

Bild: Dominik Wunderli (Zug, 5. Oktober 2019)

«Ich war schön nervös, als EVZ Trainer Dan Tangnes mich anrief und sagte: Du kommst morgen gegen Davos zum Einsatz», erinnert sich Yves Stoffel und führt aus: «Ich schlief schon besser, muss ich ehrlich gestehen.» Seine NL-Debüt feierte der in Baar wohnhafte Bündner am 15. November. Zurückblickend sagt er:

«Leider verloren wir gegen Davos 4:5. Was in positiver Erinnerung bleibt, sind die Momente und die Kulisse. Wir spielten in der Bossard-Arena vor ausverkauften Rängen.»

Total wurde Stoffel, der beim EHC Chur mit Eishockey begann und in Domat-Ems aufwuchs, bisher drei Mal ins Fanionteam der Zuger beordert (für zwei Einsätze in der Meisterschaft und einen in der Champions League. «Es war eine schöne und wichtige Erfahrung für mich. Mein Ziel ist und bleibt die höchste Liga», sagt der Vinto-Sportlerlehrling (KV).

Stoffels Vertrag läuft noch bis Ende Saison 2020/21. «Ich arbeite hart, damit ich eines Tages auch den Sprung zum Profi schaffe. Am liebsten würde ich in Zug spielen, denn es gefällt mir sehr gut hier», sagt er. Auch im U20-Nationalteam will er sich beweisen. Stoffel bestritt die Vorbereitung für die Weltmeisterschaft zwischen Weihnachten und Neujahr in Tschechien, schaffte aber den letzten Cut für ein Aufgebot nicht. «Ich kann mich nur mit guten Leistungen wieder bei Headcoach Thierry Paterlini empfehlen. Ich will zurück auf die internationale Bühne», zeigt sich der Bündner kämpferisch.

Die Playoffs sind für die Academy weit weg

Stoffel war bis zur letzten Runde Topskorer des Academy-Teams, bevor er nun von Dean Schwenninger abgelöst wurde. Entsprechend zufrieden ist er mit seiner Entwicklung. «Trainer Roger Hansson setzt auf mich und ich spüre das Vertrauen in meine Person», erklärt er.

Nach der jüngsten 1:3-Niederlage gegen Leader Kloten und dem Sieg der GCK Lions gegen Sierre beträgt der Rückstand der Zuger auf einen Playoffplatz bereits 14 Zähler. «Es wäre schön, wenn wir die Playoffs noch schaffen könnten. Es wird allerdings ein schwieriges Unterfangen. Es fehlt uns einfach an Erfahrung», sagt Stoffel.

Diese Woche warten das Schlusslicht Ticino Rockets (Dienstag, 20.00, Biasca) und das Topteam Olten (Sonntag, 17.45, Bossard-Arena) auf die Academy. «Wir können in dieser Liga gegen jeden Gegner punkten, das haben wir bewiesen», sagt Stoffel. Mit einem Sieg gegen die Tessiner würde man den Abstand auf 18 Zähler ausbauen und so ein noch beruhigenderes Polster schaffen: Das Schlusslicht der Swiss League nach dem 50. Spieltag (44 Runden Qualifikation sowie 6 Runden Abstiegsrunde) spielt nämlich gegen den Meister der MySports-League gegen den Abstieg.