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Für das Esaf entsteht in Zug das grösste Stadion der Schweiz

Zwei Wochen vor dem Startschuss gewähren die Organisatoren des Eidgenössischen einen Blick hinter die Kulissen der Grossbaustelle.
Sina Engl
Ähnlich wie Touristen, werden die Interessierten per «Zügli» aufs Esaf-Gelände gefahren. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 12. August 2019)

Ähnlich wie Touristen, werden die Interessierten per «Zügli» aufs Esaf-Gelände gefahren. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 12. August 2019)

Vor dem Gabentempel auf dem Stierenmarktareal begrüsst Daniel Blaser die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Baustellenführung. Wegen des schlechten Wetters mit langen Mänteln und Regenschirmen ausgerüstet, steigen die rund 30 Gäste in das blaue Touristenzügli und machen sich auf den Weg zum Esaf-Gelände. Das Zügli passiert die Bossard Arena, und Daniel Blaser erzählt von der sogenannten V-Zug Arena, wo das Schwingfest beim Public Viewing via Grossleinwand live mitverfolgt werden kann. Und auch am Abend nach den Schwingkämpfen ist mit Konzerten von Schweizer Künstlern wie «Hecht» oder «Lo & Leduc» für gute Stimmung gesorgt. Der Eintritt für das Public Viewing und die Konzerte ist frei.

Weiter geht es vorbei an den Essensständen vor dem Fussballstadion Allmend und der Leichtathletikanlage, wo die am Schwingfest durchgeführten Steinstosswettkämpfe stattfinden werden. Nach knapp zehn Minuten erreicht das Zügli die Schwingkampf-Arena. Auf dem Gelände gibt es schon viel zu sehen. Neben der fast fertigen Arena stehen bereits die fest installierten Sanitäranlagen und die vier Festzelte. Auch die fünf Verbandszelte sind bereit zur Einrichtung. «Jeder Verband darf sein Zelt frei nach seinen Bedürfnissen einrichten», sagt Daniel Blaser. «Ob Ruhezonen oder Massagestühle; einfach so, dass sich die Schwinger optimal auf den bevorstehenden Kampf vorbereiten können.» Momentan wird eines der Verbandszelte als Ausstellungsraum für die Baustellenführungen verwendet. Plakate mit Titeln wie: «Vom Hirtensport zum Spitzensport» oder «Die beliebtesten Schwünge» bringen den Gästen den Schwingsport näher. Auch in Sachen Reglement wird ausführlich informiert. Etwa, dass die Schwinger das Resultat ihres Kampfes zu akzeptieren haben. Eine Besucherin will wissen, ob es dadurch denn keine Reklamationen gebe. «Hin und wieder kommt das vor. Aber meistens, nachdem die Schwinger die Arena verlassen haben», weiss Daniel Blaser. «Für Reklamationen auf dem Platz kann es nämlich Punktabzüge geben.»

Ein anderes Plakat zeigt Bilder vom Schwingfest 1961, das letzte in Zug ausgetragene. Nach 1943 und 1961 kommt das Esaf erst zum dritten Mal seit der Gründung des Eidgenössischen Schwingerverbandes vor über 120 Jahren nach Zug.

3 Monate Aufbau, 3 Wochen Abbau

Nach 30 Minuten in der kleinen Ausstellung geht es für die Besucherinnen und Besucher über die Schwingerbrücke in die Arena – derselbe Weg, den auch die Schwinger zu ihren Kämpfen gehen werden. Daniel Blaser führt die Gäste in die oberste Reihe auf einer der sechs Tribünen. Jeweils eine Tribüne ist jedem Teilverband zugeteilt, eine weitere wird den Ehrengästen Platz bieten. Mit 17,5 Metern Höhe, 270 Metern Durchmesser und einem Fassungsvermögen von 56500 Plätzen ist die Zug Arena das grösste Stadion der Schweiz und die grösste temporäre Arena der Welt. Während knapp drei Monaten wurde sie aufgebaut, und in nur drei Wochen soll sie wieder verschwinden.

Die Besuchertruppe lässt den Blick über die ganze Arena schweifen. Nach ein paar Fotos geht es zurück zum Ausgangspunkt der Führung. Alle Teilnehmer haben viele neue und spannende Details rund um die Organisation des Schwing­festes und den Bau der Arena gewonnen und blicken nun gespannt auf die Eröffnung des Festgeländes am 23. August 2019.

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