Das Lagerhaus auf dem Chamer Papieri-Areal soll 2022 mit Leben gefüllt werden

Die Chamer Gemeindeversammlung entscheidet über einen Umbaukredit – und noch einiges mehr.

Harry Ziegler
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Das Lagerhaus auf dem Chamer Papieri-Areal im Januar 2017, nachdem der Ideenwettbewerb abgeschlossen war.

Das Lagerhaus auf dem Chamer Papieri-Areal im Januar 2017, nachdem der Ideenwettbewerb abgeschlossen war.

Bild: Maria Schmid

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Gemeindeversammlung Chams, die wegen der Coronapandemie auf Montag, 14. September, verschoben wurde, können sich über eine Rechnung 2019 freuen, die viel besser abschliesst als erwartet.

Veranschlagt war ein Ertragsüberschuss von knapp 789000 Franken. Resultiert hat schliesslich ein solcher von leicht über 12 Millionen Franken. Davon will der Gemeinderat maximal 132000 Franken für die Beteiligung der Gemeinde an den Corona-Abfederungsmassnahmen des Kantons im Bereich der familienergänzenden Kinderbetreuung verwenden. Der Rest, also rund 11,97 Millionen Franken, soll dem Eigenkapital zugewiesen werden.

Kredit für den Lagerhaus-Umbau

Für die Instandsetzung und den Umbau des Lagerhauses auf dem Papieri-Areal beantragt der Gemeinderat einen Kredit von rund 3,2 Millionen Franken. Lagerhaus und die auf demselben Grundstück liegende Gleisanlage sollen einer öffentlich orientierten Nutzung zugeführt werden. Ein entsprechender Ideenwettbewerb wurde bereits durchgeführt. Eine erste Zwischennutzung des Lagerhauses wurde an den Verein Shinson Hapkido und den Verein IG Langhuus vergeben. Stimmt die Gemeindeversammlung dem Kreditbegehren zu, sollten die Bauarbeiten im Frühling 2022 beendet sein, das Lagerhaus wäre dann ab April 2022 entsprechend öffentlich nutzbar.

Die Geschäfte

(haz) Die Gemeindeversammlung in Cham findet am Montag, 14. September, um 19.30 Uhr, im Lorzensaal statt. Es gilt Maskenpflicht. Folgende Traktanden stehen auf dem Programm: Protokoll der Versammlung vom 9.12.2019; Rechnung und Geschäftsbericht 2019; Lagerhaus Papieri-Areal: Instandsetzungs- und Umbaukredit; Orientierung Massnahmenplan Biodiversität und energiepolitisches Programm; Politische Vorstösse: Motion des Krifo Alternative Cham: «Netto Null CO2 Äquivalenten per 2035»; Motion der SP Cham: «Einrichtung und Betrieb einer Ludothek in Cham»; Motion der SP Cham: «für eine Zweckbindung der Einnahmen aus den Konzessionsgebühren für Wasser und Strom»; Motion der CVP Cham: «Anpassung der Finanzstrategie zuhanden der Investitionsplanung»; Interpellation der SVP Cham: «Instandhaltungs- und Erweiterungsziele der Sportanlagen».

Im Falle eines Neins müssten dennoch gewisse Arbeiten ausgeführt werden. Unter anderem die Instandsetzung der Gebäudehülle oder der Werkleitungen. Dafür wäre ein Kreditrahmen von 1,05 Millionen Franken erforderlich. CVP, GLP, SVP und FDP werden der Vorlage zustimmen, wie sie mitteilen. Auch wenn der GLP der Betrag von 3,2 Millionen Franken etwas hoch erscheint. Die gute Finanzlage der Gemeinde aber erlaube diese Ausgabe. Die Unterstützung der GLP erhalten die Motionen der SP «für eine Zweckbindung der Einnahmen aus den Konzessionsgebühren für Wasser und Strom» und jene «für Einrichtung und Betrieb einer Ludothek in Cham» sowie die CVP-Motion «Anpassung der Finanzstrategie zuhanden der Investitionsplanung.» Kritischer stehen SVP, FDP und CVP der Motion zur Verwendung der Konzessionsgebühren gegenüber. Sie werden mehrheitlich den Anträgen des Gemeinderates folgen. Die FDP erkenne das Bedürfnis einer Ludothek in der Bevölkerung, hat aber Vorbehalte gegen den Standort Cham. Es stelle sich die Frage, was das Fernbleiben der Chamer Kinder für die Ludotheken Steinhausen und Hünenberg bedeuten würde. Sie schlägt eine Variante vor, wonach Cham für die Ludotheken Steinhausens und Hünenbergs beispielsweise durch einen Ludothekenbus zugänglicher gemacht werden soll. Die SVP regt hier an, eine mögliche Zusammenlegung mit der Bibliothek zu prüfen.

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