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Das liebe Geld

Chefredaktor Harry Ziegler über die Debatte im Zuger Kantonsspital.
Harry Ziegler, Chefredaktor
Harry Ziegler

Harry Ziegler

Im Zuger Kantonsspital brodelt es. Gestritten wird zwischen den Kinderärzten und der Spitalführung. Die Routinekontrolle der Neugeborenen vor der Entlassung aus dem Spital wird von den Zuger Kinderärzten vorgenommen. Diese führen zwar eine eigene Praxis, sind aber vertraglich verpflichtet, Bereitschaftsdienst für das Kantonsspital zu leisten. Alles gut. Bis letzten Samstag. Denn seit dann gibt es keinen Vertrag mehr zwischen Kinderärzten und Spital.

Warum? Sind es die Plänedes Kantonsspitals, die Neugeborenenbetreuung in Richtung einer Neonatologieabteilung zu entwickeln? Oder sind es die Lohnforderungen der Zuger Kinderärzte, die Spitaldirektor Matthias Winistörfer in unserer Zeitung als «überhöht» bezeichnete? Oder war die Dienstleistungsqualität der Kinderärzte mangelhaft, sprach Winistörfer doch davon, dass man sich auch im Punkt der «erforderlichen Dienstleistungsqualität» nicht geeinigt hätte?

Die Wahrheit wird irgendwo dazwischen­liegen. Eine eigene Neonatologieabteilung, ­ auf der hoch spezialisierte Neonatologen und entsprechendes Fachpersonal nur wenige ab der 35. Schwangerschaftswoche geborene Kinder mit Komplikationen betreuen, scheint an wirtschaft­lichen Suizid zu grenzen. Vor allem, wo doch die medizinischen Zentren Luzern und Zürich in der Nähe sind. Aber auch die Kinderärzte scheinen mit ihren Lohnforderungen eher hoch gepokert zu haben. Zwischen einer Abteilung mit stark spezialisierter Medizin, wie es eine Neonatologie wäre, und den durch die Kinderärzte im Spital ange­botenen Dienstleistungen gibt es diverse weitere Möglichkeiten. Am Schluss ist alles, wie in der Gesundheitsbranche üblich, eine Frage des vorhandenen lieben Geldes und dessen Verteilung.

Harry Ziegler, Chefredaktor

harry.ziegler@zugerzeitung.ch

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