Das neue Baarer Heimatbuch widmet sich der «Gsundheit»

Am Montag, 9. November, kommt das 37. Heimatbuch Baar in den Verkauf. Das Buch widmet sich einem Thema, das derzeit die Schlagzeilen dominiert.

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(haz) Am 11. Juni 2019 hat die Redaktion des Heimatbuchs Baar entschieden: Das Hauptthema der mittlerweile 37. Ausgabe der Baarer Institution sollte «Gesundheit» heissen, heisst es in einer Medienmitteilung des Vereins Heimatbuch Baar. Wie aktuell das neue Heimatbuch werden sollte, konnte vom fünfköpfigen Redaktionsteam damals niemand ahnen. Im März 2020 wurden die Autorinnen und Autoren von der Corona-Pandemie eingeholt. Ein Interview mit dem Allenwindner Gesundheitsdirektor Martin Pfister, das im Februar geführt worden war, war nur noch Makulatur. Das Wort «Corona» fiel in diesem Gespräch nicht einmal am Rand. Gewisse Reportagen waren plötzlich unmöglich: ein Besuch im Pflegezentrum? Unterwegs mit der Spitex auf Hausbesuchen? Zu Zeiten von Corona undenkbar. Andere Artikel waren schwieriger umsetzbar als in «normalen» Zeiten.

Das Titelbild des neuen Heimatbuchs zeigt die Baarerin Melanie Pellet in ihrem Schrebergarten in der Birst.

Das Titelbild des neuen Heimatbuchs zeigt die Baarerin Melanie Pellet in ihrem Schrebergarten in der Birst.

Bild: Andreas Busslinger/PD

Gesundheit in allen Facetten

Die Umstände, unter welchen das 37. Heimatbuch Baar entstanden ist, waren aussergewöhnlich. Obwohl das Coronavirus unser Leben seit Monaten prägt, ist das neue Heimatbuch gemäss Mitteilung kein Corona-Buch. Das Virus ist zwar immer wieder Thema – so im bereits erwähnten Porträt von Gesundheitsdirektor Martin Pfister oder im Fotoessay von Andreas Busslinger. Die Redaktion hat aber am ursprünglichen Ziel festgehalten, das Thema Gesundheit in all seinen (Baarer) Facetten zu behandeln. So sind der Blutspendedienst, die Ambulante Psychiatrie und Psychotherapie, die Sportmedizin im Kantonsspital, der Healthcare-Cluster oder die Paramed Gegenstand von Beiträgen. Zu Wort kommen der langjährige Hausarzt Markus Kessler, der mit fast 90 Jahren immer noch topfitte Werner Bleicher, der Tierarzt Damian Hotz oder die Tierhomöopathin Elvira Caratsch. Ebenso wirft das Heimatbuch einen Blick zurück auf die Gesundheitsvorstellungen im Mittelalter.

Fünf Vereine können jubilieren

Das Heimatbuch Baar 2019/2020 dokumentiert aber auch das Geschehen der letzten beiden Jahre und würdigt jubilierende Vereine. Und davon gab es viele: Der Kegelclub 1895 Baar feiert sein 125-jähriges Bestehen, auf 100 Jahre dürfen der Jodlerklub Heimelig Baar und der Satus Baar zurückblicken, seit 75 Jahren sind die Kolpingsfamilie und die Fröschenzunft Ebel aktiv.

Ihren 100. Geburtstag hätten der berühmte Baarer Fotograf Armin Haab und der Grafiker Max Huber feiern können. Beide gehörten dem (erweiterten) Kreis der «Zentrale» an. Die langjährige Wegbegleiterin Mariangela Wallimann-Bornatico gedenkt in einem Nachruf der am 1. August 2019 verstorbenen Baarer Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz. Mit Schwester Boriska, die jahrelang im Sonnenberg gewirkt hat, und Josef «Bofeld Seebi» Hotz werden zudem zwei prägende Baarer Persönlichkeiten gewürdigt.

Das 37. Heimatbuch Baar ist in aussergewöhnlichen Zeiten entstanden. Ob es auch aussergewöhnlich gut ist, darüber können die Leserinnen und Leser urteilen. Ab dem 9. November ist das Heimatbuch für 30 Franken auf www.heimatbuch-baar.ch, in der Bibliothek Baar, bei der Gemeindeverwaltung Baar oder bei Bücher Balmer in Zug erhältlich.