Das neue Innerschweizer Footballteam verliert zum Auftakt des Herbstcups

Der gemischten Mannschaft, bestehend aus den Midland Bouncers aus Zug (Liga C) und den Luzern Lions (Liga B), ist zum Auftakt des Herbstcups kein Exploit gegen die oberklassigen Gladiators aus Basel (Liga A) gelungen. Sie unterlag mit 18:27.

Philipp Meier
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Der Quarterback Luca Kneubühler macht sich zum Passen bereit.

Der Quarterback Luca Kneubühler macht sich zum Passen bereit.

Bild: PD

Wie so Manches im Jahr 2020 verlief auch die Saison im American Football nicht wie geplant. Der reguläre Meisterschaftsbetrieb wurde aufgrund der Covid-19-Pandemie abgesagt. Trotzdem wurde unter Berücksichtigung der Umstände ein Herbstcup organisiert. Die beiden Innerschweizer Teams Midland Bouncers (Liga C) und Luzern Lions (Liga B) haben sich kurzerhand dazu entschlossen, ein gemeinsames Team zu stellen.

Den ersten Auftritt in einem Punktspiel hatten sie am vergangenen Wochenende in der Riedmatt gegen die Basel Gladiators (Liga A). Bereits im zweiten Spielzug der Innerschweizer Offensive gelang diesen eine Interception. Kurz darauf fanden sie sich bereits vor der Endzone der Gastgeber wieder, doch deren Defensive hält dem Ansturm stand. Dennoch verwerten die Basler zumindest ihr Fieldgoal souverän und führten mit 3:0.

Auch in der Folge schien die Offensive der Bouncers und Lions von der sehr soliden Basler Verteidigung verunsichert, und so gelangen kaum ertragreiche Drives. Auf der Gegenseite zeigte sich ein ähnliches Bild: Zur Mitte der ersten Spielhälfte brillierte die Defensive der Gastgeber durch einige erstklassige Tackles. Dadurch schien aber auch die Offensive an Selbstsicherheit zu gewinnen. Der Luzerner Quarterback Luca Kneubühler zog effizient übers ganze Feld und lief dann selber bis an die 10-Yard-Linie. In der Folge gelang dem Kicker Romano Zanella der Ausgleich zum 3:3 mittels Fieldgoal. Dem selben Spieler gelang kurz darauf ein zweites Fieldgoal zum 6:3. Doch die Gladiators glichen vor dem Pausenpfiff aus.

Schnelle Vorentscheidung

Nach der Pause traten die Gladiators mit neuem Elan auf. Direkt zu Beginn erzielten die Gäste den ersten Touchdown. Auch der Zusatzpunkt sass, so stand es 6:13 aus Sicht der Innerschweizer. Anschliessend erlebten die Innerschweizer ein Déja-vu der unangenehmen Sorte. Erneut führte ein abgefangener Pass zu einem Turnover. Diesmal setzten die Basler allerdings noch einen obendrauf und holten sich sogar den Touchdown zum 20:6. Den Bouncers und Lions gelang die Reaktion, als Runningback Ramon Bucheli mit dem Ball in die Endzone lief. Der Zusatzpunkt ging jedoch daneben, somit verkürzten die Gastgeber auf 12:20.

Die oberklassigen Gladiators liessen sich davon nicht aus dem Konzept bringen, kurz vor Schluss bauten sie die Führung per abermaligem Touchdown auf 27:12 aus. Trotzdem blieben die Innerschweizer dran. Ein hervorragender Punt-Return brachte sie weniger als eine Minute vor Schluss knapp in die gegnerische Platzhälfte. Unter Zeitdruck entschied sich Quarterback Kneubühler für einen langen Pass, und dieser kam auch tatsächlich an. Der Wide Receiver Fabio Häfliger konnte den Ball in der Endzone fangen, doch der anschliessende Versuch einer Two Point Conversion scheiterte.

Die Bouncers/Lions unterlagen somit 18:27. Auch wenn das Spiel zum Auftakt verloren wurde, lässt die Art und Weise des Auftritts dennoch aufhorchen. Das Team bestritt in der Kooperation den ersten Ernstkampf und stellte dabei einen oberklassigen Gegner des Öfteren vor Schwierigkeiten.

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