Das neue MRT der Andreas-Klinik ging durch die Wand

In der Andreas-Klinik wurde am Dienstag ein neues MRT-Gerät installiert. Ein aufwendiges Unterfangen.

Christopher Gilb
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Für die Installation des MRT mussten diverse Vorarbeiten geleistet werden. (Bild: Maria Schmid, Cham, 14. September 2019)

Für die Installation des MRT mussten diverse Vorarbeiten geleistet werden. (Bild: Maria Schmid, Cham, 14. September 2019)

Seit Juli 2018 betreibt die Andreas-Klinik in Cham ein eigenes Institut für Radiologie, auf das die diversen Abteilungen der Klinik und die externen Belegärzte zurückgreifen. Herzstücke solcher Abteilungen sind Magnetresonanztomografen, kurz MRT. Mit Hilfe eines starken Magnetfeldes werden Schnittbilder des menschlichen Körpers erzeugt, die eine Beurteilung der Organe und deren Zustandes erlauben. Die Untersuchung erfolgt ohne Röntgenstrahlen. Die Nachfrage nach diesen Untersuchungen ist gross.

Anspruchsvolle Installation

Insgesamt sind derzeit sechs dieser Geräte im Kanton Zug im Einsatz. Gestern ist nun ein Exemplar der neusten Generation dazugekommen. Am Dienstagvormittag wurde das zirka 10 Tonnen schwere Gerät mit einem Kran vor das Klinikgebäude der Andreas-Klinik in Cham gehoben, auf einer provisorischen Bodenplatte abgestellt und von da auf Rollen durch die zuvor geöffnete Betonwand ins Radiologie-Zimmer geschoben:

Es war auch sonst ein aufwendiges Unterfangen, denn der Magnet des Geräts ist von minus 290 Grad kaltem Helium umgeben. So musste der Standort erst auf Magnetfelder geprüft und eine Messung der Erschütterungen durchgeführt werden. Um die Störeinflüsse von aussen möglichst auszuschliessen, wurde zudem eine Hochfrequenz-Schutzkabine um den ganzen Raum erstellt, die aus einer Holzkonstruktion und einem umlaufenden Kupferblech besteht. Beim Betrieb des Geräts entsteht zudem viel Abwärme, welche die Klinik nun zur Warmwasseraufbereitung und zur Heizung der Räumlichkeiten nutzen wird. Am 4. November geht der MRT in Betrieb. Ziel sei es, damit die aktuellen Wartezeiten bei der Bildgebung zu reduzieren, so die Verantwortlichen.