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Leserbrief

Das scheint doch eher merkwürdig zu sein

«Kinder erben Prämien- schulden», Ausgabe vom 5. Januar

Dass Kinder die Schulden der Eltern erben, ist grundsätzlich nur dann möglich, wenn die Eltern sterben. Eine Erbschaft kann man normalerweise nicht zu Lebzeiten antreten, es sei denn, es handelt sich um einen Erbvorbezug. Das dürfte aber bei Schulden wohl kaum der Fall sein. Stellt sich somit die Frage, ist der Titel des Artikels falsch und was stimmt sonst noch nicht?

Die Aussage, dass es bei Studenten viel mehr Schulden sein können, bis zu 40000 Franken ist schon aus Prinzip nicht richtig, werden doch auch Studenten mit 18 Jahren volljährig. Maximal sind somit Krankenkassenprämien während 18 Jahren durch die Eltern zu verantworten. Der Artikel ist reisserisch und es mangelt an Seriosität.

Dass es Eltern gibt, welche die Prämie weder für sich noch die Kinder bezahlen ist leider richtig, dass aber die Krankenkassen die Prämien nicht schon bei den Eltern betrieben haben, wohl kaum. Da müsste es zumindest einen Verlustschein geben. Dann die gleiche Forderung nochmals bei einer anderen Person einzufordern, die während der Kindheit gar keine Verträge abschliessen konnte, erscheint mit eher merkwürdig. Oder darf auch die nicht bezahlte Rechnung für den Kinderwagen und alle anderen Waren den volljährigen Kindern in Rechnung gestellt werden? Nicht erwähnt wird dabei auch der Aspekt der Verjährung, da das Kind wohl kaum selber eine Rechnung erhalten hat, und auch nicht betrieben wurde, können kaum Krankenkassenprämien für 20 Jahre nachgefordert werden. Hier hätte ich mehr erwartet als nur die grosse Schlagzeile.

Karl Künzle, Menzingen

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