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Das Schwing-Gelände nimmt Formen an

In einer Woche treffen im Sägemehl 276 Athleten aufeinander. Bis dann entsteht auf dem Zuger Esaf-Areal noch so Einiges.
Laura Sibold
Infrastrukturchef Walter Lötscher (links) und Oliver Füllemann, Kommandant der Zivilschutzorganisation Kanton Zug, koordinieren die Einsätze beim Aufbau des Eidgenössischen Schwingfests. (Bil: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)

Infrastrukturchef Walter Lötscher (links) und Oliver Füllemann, Kommandant der Zivilschutzorganisation Kanton Zug, koordinieren die Einsätze beim Aufbau des Eidgenössischen Schwingfests. (Bil: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)

Walter Lötscher ist zuversichtlich: Der Infrastrukturchef des Eidgenössischen Schwing- und Älplerfestes (Esaf) sitzt in der «Schaltzentrale», einem weissen Container auf dem Gelände nördlich des Herti-Quartiers, und beugt sich über einen Arealplan. «Wir sind gut im Zeitplan. Die Arena mit ihren über fünf Hektaren und fast allen Tribünen steht, nun geht es um die Feinarbeit», sagt Lötscher.
Beim Infrastrukturchef laufen derzeit die Fäden zusammen, im weissen Container finden täglich Sitzungen mit verschiedensten Interessengruppen statt. Mit Staplerfahrern muss der Ablauf koordiniert, mit Arbeitern müssen die Fortschritte bei sanitären Anlagen, bei Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen besprochen werden. Lötschers Telefon läutet praktisch ununterbrochen, zugleich betritt ein Landwirt den Container, um abzuklären, welche Wiesen gemäht werden müssen.

In der Schwingarena laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Auch die sieben Sägemehlringe werden derzeit aufbereitet. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)In der Schwingarena laufen die Aufbauarbeiten auf Hochtouren. Auch die sieben Sägemehlringe werden derzeit aufbereitet. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
Das Sägemehl wird mit dem Bagger angeliefert und mit Rechen gleichmässig verteilt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)Das Sägemehl wird mit dem Bagger angeliefert und mit Rechen gleichmässig verteilt. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
Dann wird jede Schicht festgewalzt und bewässert. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)Dann wird jede Schicht festgewalzt und bewässert. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
Neben den Sägemehlringen bauen Armeeangehörige eine Tribüne auf. Von Hand... (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)Neben den Sägemehlringen bauen Armeeangehörige eine Tribüne auf. Von Hand... (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
...und via Hebebühne erhalten die Tribünen der Schwingarema den letzten Schliff. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)...und via Hebebühne erhalten die Tribünen der Schwingarema den letzten Schliff. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
Jede Plane erhält ihren Platz. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)Jede Plane erhält ihren Platz. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
Neben der Arena werden zig Bodenplatten verlegt. Angehörige des Zivilschutz arbeiten an der Fahrstrasse des Campingplatz. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)Neben der Arena werden zig Bodenplatten verlegt. Angehörige des Zivilschutz arbeiten an der Fahrstrasse des Campingplatz. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
Auch letzte Zelte und Pavillons werden derzeit aufgestellt, unter tatkräftiger Mithilfe von Angehörigen des Zivilschutzes. Hier sie man das Sanitärgebäude des Campingplatzes. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)Auch letzte Zelte und Pavillons werden derzeit aufgestellt, unter tatkräftiger Mithilfe von Angehörigen des Zivilschutzes. Hier sie man das Sanitärgebäude des Campingplatzes. (Bild: Stefan Kaiser, Zug, 14. August 2019)
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Aufbauarbeiten des Esaf

An allen Ecken und Enden wird derzeit gearbeitet, wie ein Rundgang über das Gelände zeigt. Mittels Bagger werden Holzschnitzel verteilt und der Boden vor den Tribünen schichtweise aufgetragen. In der Arena entstehen die sieben Sägemehlringe. «Jeder Ring besteht aus vier bis fünf Schichten. Jede Schicht wird festgewalzt und bewässert, sodass eine Mattenwirkung entsteht», erklärt Lötscher, selber einst ein aktiver Schwinger.

Von Seiten Infrastruktur sind derzeit täglich über 200 Leute im Einsatz, darunter viele vom Zivilschutz. Neben den Zugern helfen Zivilschützer aus Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden sowie Affoltern am Albis mit. «Für uns ist es das erste Projekt dieser Grösse und wir sind dankbar für die Unterstützung», betont Oliver Füllemann, Kommandant der Zivilschutzorganisation Kanton Zug. Man habe 18 grössere Festzelte und 50 Foodstände entlang der Allmendstrasse aufgebaut und Bodenplatten auf einer Fläche von 6,5 Fussballfeldern verlegt. Derzeit würden über 10 Kilometer Absperrgitter und das Public Viewing vor der Bossard-Arena aufgestellt.

Hitze und Besucher als Herausforderungen

Zudem stellt der Zivilschutz während des Auf- und Abbaus den Sanitätsdienst sicher. «Bisher hat es abgesehen von ein, zwei eingeklemmten Fingern keine Zwischenfälle gegeben», sagt Sanitäter Simon Fankhauser. Wegen der Hitze seien gewisse Arbeiten aber streng gewesen. Das bestätigt Manuel Weber, Wachtmeister der Katastrophenhilfe Bereitschaftskompanie 104. Er koordiniert die Arbeiten von 80 Soldaten und ist gerade damit beschäftigt, eine Tribüne aufzubauen. «Wir sind in der Kaserne Bremgarten untergebracht und reisen jeden Tag nach Zug an. Am Eidgenössischen mitzuarbeiten, ist beeindruckend, aber herausfordernd.»

Von Herausforderungen kann auch Walter Lötscher derzeit ein Lied singen. Die Infrastruktur-Planung eines solchen Anlasses sei «kein Kindergeburtstag», doch er könne sich auf ein zuverlässiges Team und eine funktionierende Zusammenarbeit mit Zivilschutz, Armee und dem Gesamt-OK verlassen. Eine grosse Herausforderung sei es, Aufbauarbeiten und Besucherströme aneinander vorbeizuführen. «Das riesige Interesse am Schwingfest freut uns. Wir bitten Besucher und besonders Anwohner aber, wann immer möglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln anzureisen», so Lötscher. Mittlerweile sitzt der Infrastrukturchef wieder in der «Schaltzentrale», um bis zum Esaf die letzten Aufbauarbeiten zu koordinieren.

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