Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Zuger Seniorentheater bringt die Emanzipation auf das Tapet

Das neue Stück des Seniorentheaters St. Johannes «Schatz i bi doo» wird am 8. März Premiere feiern. Bei einer Probe für die Komödie von Jack Popplewell wurde an den letzten Details geschliffen – ein Augenschein.
Christian Tschümperlin
Peter Rindlisbacher als Rupert Frisch (links) und Ruedi Vogt als Robi Harzenmoser bei einer Probe zur Komödie «Schatz i bi doo» des Seniorentheaters St. Johannes. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. Februar 2019))

Peter Rindlisbacher als Rupert Frisch (links) und Ruedi Vogt als Robi Harzenmoser bei einer Probe zur Komödie «Schatz i bi doo» des Seniorentheaters St. Johannes. (Bild: Stefan Kaiser (Zug, 6. Februar 2019))

Beim Ehepaar Frisch ist Feuer im Dach: Ehemann Rupert (gespielt von Peter Rindlisbacher aus Zug) übernimmt nach dem Tod seines Vaters das Familiengeschäft, eine Seifenfabrik. Er erweist sich als erfolgloser Geschäftsmann, der die Seifenfabrik abwirtschaftet. Ehefrau Frieda (gespielt von Rita Pföstl aus Hagendorn) langweilt sich ab ihrer Rolle als Hausfrau.

Weil es kaum schlechter laufen könnte, vereinbaren die Frischs einen Rollentausch: Rupert überlässt seiner Frau die Schalthebel im Geschäft und zieht sich selbst die Schürze um. Insgeheim freut er sich darauf, seine Frau scheitern zu sehen und ihr die Schuld am Konkurs zuschieben zu können. Doch sie entpuppt sich als Business-Ass. Als dann das Gerücht umgeht, dass seine Ehefrau ein Auge auf ihren neuen Sekretär geworfen habe, nehmen die Spannungen in der Beziehung zu. Weitere Überraschungen folgen.

Mit «Schatz i bi doo» inszeniert das Seniorentheater St. Johannes Zug eine Komödie in fünf Akten. Die zwölf Schauspieler erfüllen ihre Aufgabe vorzüglich, mit viel Humor und – dies gilt es im Besonderen zu erwähnen – äusserst ausdrucksstark. Der Funke springt auf das Publikum über und so kommen Lacher und Schmunzler nicht zu kurz. Flotte Sprüche wie «Die Liebe ist vergänglich, die Lust aber bleibt lebenslänglich» lockern immer wieder die Show auf, aber auch feiner Humor findet seinen Platz. So verwöhnt Frieda ihren Ehemann zu Hause auf übertrieben ironische Weise. Und dank dem hochwertigen Bühnenbild macht das Zuschauen doppelt Spass.

Erfahrener Regisseur mit klaren Anweisungen

Zurzeit laufen die Proben noch auf Hochtouren. Seit Oktober probt das Ensemble, bis zur Premiere kommt es vierzigmal zusammen. Dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Regisseur Kurt Studer gibt vor Beginn der Probe noch Anweisungen zu Timing, Ausdruck und Dialogen. «Ich bin grundsätzlich zufrieden, wie es läuft, aber die Pausen zwischen den Sätzen dürften noch etwas kürzer werden», sagt Studer, der schon 35 Jahre Erfahrung als Regisseur vorweisen kann, und bei den Senioren nach vier gemeinsamen Theaterstücken als «Haus-Regisseur» gelten kann.

Das Thema des Stückes – Emanzipation und Gleichberechtigung – ist heute, angesichts von politischen Diskussionen über gleiche Löhne, wieder topaktuell. Mit ihrem Rollentausch zeigen Frieda und Rupert, dass die Geschlechter erfolgreich aus traditionellen gesellschaftlichen Mustern ausbrechen können und dass ihre Fähigkeiten austauschbar sind. «Es gibt heute viele Hausmänner, die sagen, ich bleibe zu Hause, weil die Frau mehr verdient», sagt Studer. Er habe bewusst ein Stück gewählt, das nebst Lachern auch einen Sinn habe.

Ein Vierteljahrhundert Theater

Ruedi Vogt aus Steinhausen spielt im Stück Vertreter Robi Harzenmoser, dem man, wenn man dem Stück aufmerksam folgt, eine Affäre mit Frieda unterstellen kann. «Mir gefällt meine Rolle, weil sie sehr witzig und lebhaft ist», sagt Vogt, der vor 25 Jahren zum Theater kam. «Es hat mich immer fasziniert, in eine andere Rolle schlüpfen zu können und die Leute zum Lachen zu bringen.»

Die Früchte ihrer Arbeit kann die Theatergruppe am 8. März ernten: Dann hat das Stück im Theatersaal des Pfarreizentrums St. Johannes Zug Premiere.

Tickets für die Vorstellungen können ab dem 18. Februar jeweils montags, dienstags und mittwochs zwischen 9 und 11 Uhr unter 079 538 56 07 und 079 874 15 02 reserviert werden. Premiere ist am Freitag, 8. März, 19.30 Uhr, im Pfarreisaal C/D, St. Johannes. Die weiteren Aufführungen finden Sie unter: www.seniorentheater.ch

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.