Das Sturmtief Lolita legte die Zugerbergbahn lahm

Bei der Polizei gingen am Dienstag, 28. Januar, rund ein Dutzend Meldungen ein. Abgesehen von der Bergbahn verschonte der Sturm den Kanton.

Laura Sibold
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In einzelnen Zuger Gemeinden hat das Sturmtief Lolita für einige Einsätze von Polizei und Feuerwehren gesorgt. Laut den Strafverfolgungsbehörden gingen am Dienstag, 28. Januar, rund ein Dutzend Meldungen bei der Einsatzleitzentrale der Zuger Polizei ein. «Gemeldet wurden vor allem umgewehte Bauabschrankungen, umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste», sagt Mediensprecher Frank Kleiner auf Anfrage. Dabei habe es sich aber meist um Bagatellen gehandelt, von denen hauptsächlich die Gemeinden Baar und Rotkreuz betroffen waren. Verletzt worden sei niemand.

Zahlen am Postgebäude vor Absturz gesichert

Einen ungewöhnlichen Einsatz hatte die Feuerwehr beim oberen Postplatz in der Stadt Zug. Die grossen, goldenen Buchstaben auf dem Dach der alten Post, welche die Worte «Post und Telegraph» bilden, gerieten durch den starken Wind in Schieflage. Zur Sicherheit wurden einige der Buchstaben entfernt.

Weniger vom Wind, dafür von der Schneeglätte betroffen waren die Berggemeinden. Zwischenzeitlich musste am Dienstag die Alosen- und Ratenstrasse zwischen Oberägeri und dem Ratenpass gesperrt werden. Zu Verkehrsunfällen wegen des Neuschnees sei es aber nicht gekommen, so Frank Kleiner.

Die Bahn stoppt ab einer gewissen Windstärke

Viel zu tun hatten am vergangenen Dienstag auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zugerland Verkehrsbetriebe (ZVB). Wegen des starken Windes wurde der Betrieb der Zugerbergbahn kurz vor 11 Uhr eingestellt. Für den Rest des Tages fuhr ein Ersatzbus von Allenwinden aus auf den Zugerberg. Laut Mediensprecherin Karin Fröhlich ist dies ein Standardprozedere: Ab Windgeschwindigkeiten von 60 Stundenkilometern fahre die Zugerbergbahn nicht mehr. «Das kommt in der Regel zwei- bis dreimal pro Jahr vor.» Seit gestern verkehrt die Zugerbergbahn wieder gemäss Fahrplan. Schneeräumarbeiten oder Schneeketten seien aufgrund der geringen Niederschlagsmengen aber nicht nötig gewesen, betont Karin Fröhlich.