Leserbrief

«Das Virus hatte Passagiere»

Zur Coronakrise und deren Auswirkungen

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Man hat gehört, dass ganz weit weg, ein tödliches Virus dort grassiere. Und mancher hofft für sich allein, dass das bei uns doch nicht passiere. Nun wissen wir im Nachhinein, das Virus hatte Passagiere. So setzt es fort den Reiseweg, auf dass es förmlich explodiere.

Der Mensch erschrickt, wird zum Statist. Das Virus wütet bärenstark und das in einem Nachbarland. Gar vielen geht’s durch Bein und Mark. Die Wirtschaft fährt man an die Wand und weiss, gemeinsam sind wir stark. Und dann ist da der Pessimist, er zweifelt alles, ist autark.

So kommt es, wie es kommt – zum Graus. So mancher kämpft ums Überleben. Die Staatsmacht reagiert ganz schnell, Vergleiche mit der Grippe tut’s geben. Die Krise wird finanziell – drum will man Zahlen auch erheben. Und weltweit bleibt die Arbeit aus. Nur im Spital wird alles gegeben.

Die Infoflut an Ignoranz erdrückt mich täglich auf das Neue – es ist des Dummkopfs Elixier – wobei das Lesen ich bereue. Weil Schrott bleibt Schrott, egal welch Glanz sich um die Infos doch verstreue. Doch bleibt die Hoffnung tief in mir, dass nachher vieles sich erneue.

Weil nach dem Feuer Neues wächst, aus faulem Obst was Gutes gärt, weil der Regen Sonne braucht, dem Schlechten Gutes widerfährt. Und wenn die Hoffnung nicht verraucht, der Glaube nirgends nicht verjährt. Dann stehen alle auf demnächst, weil nur zusammen ist bewährt.

Bruno Niederhauser, Steinhausen