Kommentar

Das wird vom Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Zug auch in Erinnerung bleiben

Nein, für einmal geht es nicht um das Coronavirus und die Einschränkungen und Folgen der Pandemie, wie Harry Ziegler, Chefredaktor der «Zuger Zeitung» schreibt. Es geht vielmehr um etwas Erfreuliches. 

Harry Ziegler
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Harry Ziegler.

Harry Ziegler.

Bild: Stefan Kaiser

Eine Leserin bezeichnete dieses Erfreuliche kürzlich als etwas Klimaneutrales, Gigantisches und Einmaliges – das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest (Esaf) 2019 in Zug. Und unsere Leserin stellt richtig fest: Es war gigantisch und einmalig. Und nun auch klimaneutral, wie wir seit Donnerstag, 7. Mai, wissen. Es war ein ehrgeiziges Ziel, das sich das Organisationskomitee gesetzt hatte. Der zur Erreichung der Klimaneutralität befolgte Grundsatz «Vermeiden-Wiederverwerten-Kompensieren» und die daraus abgeleiteten Massnahmen – wie Depot auf Flaschen und teilweise auch Plastikbecher oder das Samplingkonzept, das dem wilden Verteilen von Müsterchen durch die Sponsoren Regeln aufzwang – waren wirkungsvoll. Nur mit diesen Massnahmen alleine allerdings wäre das Vorhaben nicht aufgegangen.

Damit das Esaf in Zug klimaneutral durchgeführt werden konnte, waren in hohem Masse auch die rund 420'000 Zuschauerinnen und Zuschauer vonnöten. Diese haben sich vorbildlich an das Abfallkonzept gehalten und so massgeblich zur Erreichung des Ziels beigetragen.

Was neben dem Sport vom Esaf 2019 in Erinnerung bleiben wird, ist auch die umweltfreundliche Durchführung. Wer weiss, vielleicht ist die klimaneutrale Organisation dieses Grossanlasses Ansporn für andere Veranstalter, auch ein Auge aufs Klima zu haben.