Das Zentralschweizer Nachwuchsduo Betschart/Böbner gewinnt die Bronzemedaille

Die Beachvolleyballerinnen schliessen die U22-Europameisterschaft auf dem dritten Rang ab.

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Esmée Böbner (links) und Mara Betschart.

Esmée Böbner (links) und Mara Betschart.

Bild: CEV (

(jojo/bier) Das Zentralschweizer Duo Mara Betschart (Steinhausen) und Esmée Böbner (Hasle) kehrt erfolgreich von der U22-EM aus der Türkei zurück: Es holte Bronze. Dies war das Resultat nach einer Premiere. Der Verband Swiss Volley selektionierte die B-Kader-Athletin Böbner und die Nachwuchskaderspielerin Betschart als Team, weil die Standardpartnerin von Böbner bereits 22 Jahre alt ist und Betscharts 18-jährige Partnerin bereits an der U20-EM starten durfte. Als Vorbereitung musste eine Woche gemeinsames Training im nationalen Leistungszentrum in Bern ausreichen.

In Anbetracht des kurzen Vorlaufs und der starken europäischen Konkurrenz wollte man nicht mit allzu hohen Erwartungen anreisen. Immerhin nahm beispielsweise die aktuelle Elite-Weltnummer 37 aus Russland am Turnier teil. Genau auf dieses Team sollten die Schweizerinnen im Halbfinale treffen. Denn sowohl in der Gruppenphase gegen Polen und den Kosovo als auch in den Entscheidungsspielen gegen Deutschland und die Lettinnen waren sie siegreich.

Starke Reaktion nach Niederlage im Halbfinal

Gegen die russischen Überfliegerinnen und Titelverteidigerinnen, welche an der Elite-EM vor kurzem den 17. Platz belegten, mussten sich die Schweizerinnen deutlich geschlagen geben (16:21, 10:21). Die Frage war nun: Sollte es Betschart/Böbner gelingen, das verlorene Spiel abzuhaken und sich auf das Bronzespiel gegen die Ukraine zu fokussieren? Der Start gelang bei windigen Verhältnissen gut. Der erste Satz ging mit 21:16 an die Zentralschweizerinnen. Im zweiten gelang es den Ukrainerinnen besser und besser, den Wind auszunutzen. Auf Schweizer Seite hingegen schlich sich der eine oder andere Fehler ein. Das klare Verdikt: 21:15 für die Ukraine.

Im entscheidenden dritten Satz gelang es dem Zentralschweizer Duo, die Fehlerquote wieder zu senken und die letzten Kräfte zu mobilisieren. Nach und nach konnten sich die Schweizerinnen einen Vorsprung herausspielen. Nach dem 15. Punkt (gegenüber von elf der Ukrainerinnen) war frenetischer Jubel zu hören. Das Duo Böbner/Betschart behielt das bessere Ende für sich und sicherte der Schweiz die Bronzemedaille. Mara Betschart sagte im Anschluss an die Siegerehrung:

«Wir sind ziemlich fertig, aber gefühlt die glücklichsten Menschen der Welt»

Die beiden durften diesen Erfolg richtig feiern und geniessen, da mit der U22-EM die Saison zu Ende gegangen ist.

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