Das Zuger Kantonsspital verdoppelt den Betriebsgewinn

Das Zuger Kantonsspital blickt mit einem Zuwachs bei den ambulanten und stationären Patientinnen und Patienten, einem erneuten Geburtenrekord und der Medical Partnerschaft am Esaf auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2019 zurück.

Raphael Biermayr
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Für das Geschäftsjahr 2019 weist das Zuger Kantonsspital einen Betriebsgewinn von knapp 2 Millionen Franken aus, das ist 1 Million Franken mehr als im Vorjahr. Diese Zunahme sei auf die kontinuierliche Steigerung der Effizienz und Effektivität sowie die höhere Zahl von Patientinnen und Patienten zurückzuführen, teilt das Unternehmen mit.

Das Zuger Kantonsspital in Baar.

Das Zuger Kantonsspital in Baar.

Bild: Stefan Kaiser

Auch die Geburtenabteilung freue sich über einen Rekord: 997 Babys kamen 2019 in der Frauenklinik zur Welt. Das sind 50 Neugeborene mehr als 2018. In besonders positiver Erinnerung wird das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2019 bleiben. Für das Zuger Kantonsspital war es «eine besondere Ehre, gemeinsam mit Schutz und Rettung Zürich die medizinische Versorgung der Schwinger sowie der 420 000 Besucherinnen und Besucher sicherzustellen».

Aktuell wieder im Normalbetrieb

Angesichts der Coronakrise rückten die wirtschaftlichen Zahlen des Geschäftsjahrs 2019 in den Hintergrund, heisst es in besagter Mitteilung weiter. «Obwohl die befürchtete grosse Welle nicht eingetroffen ist, wurden die Mitarbeitenden auf der Intensivstation während der Spitzenzeit der Coronavirus-Pandemie sehr gefordert.» Im Vergleich zu anderen Kantonen seien überdurchschnittlich viele Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt gewesen.

Aktuell herrsche im Zuger Kantonsspital Normalbetrieb, es steht wieder das komplette medizinische Angebot mit ausreichenden Kapazitäten für alle Abklärungen und Behandlungen zur Verfügung. «Es ist wichtig, dass bei medizinischen Problemen die Hausärztin oder der Hausarzt und in dringenden Fällen umgehend die Notfallpraxis der Zuger Ärzte oder das Notfallzentrum im Zuger Kantonsspital kontaktiert werden», heisst es weiter. Dies gelte insbesondere bei schwerwiegenden Symptomen, wie sie bei Schlaganfällen oder Herz-/Kreislauferkrankungen auftreten.

Auch wenn die momentan tiefe Zahl der Coronavirus-Neuinfektionen positiv stimme, sei das Zuger Kantonsspital für den Fall einer zweiten Ansteckungswelle vorbereitet: «Der Spitalbetrieb ist so organisiert, dass bei Bedarf innert wenigen Tagen die Kapazitäten für die stationäre und intensivmedizinische Behandlung von Covid-19-Patienten wieder erhöht werden können.»

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