Verteidiger Thöni nach Chamer Niederlage: «Das zweite Gegentor war Gift»

Der Sportclub Cham kassiert beim zweitplatzierten Yverdon eine 1:3-Niederlage in der Promotion League. Einen Einfluss auf die Aussicht, auch nächstes Jahr in der dritthöchste Spielklasse zu sein, hat das Resultat kaum.

Michael Wyss
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Chams Célien Wicht (links) wird ein zweiter Treffer verwehrt. (Bild: Jakob Ineichen (13. Oktober 2018))

Chams Célien Wicht (links) wird ein zweiter Treffer verwehrt. (Bild: Jakob Ineichen (13. Oktober 2018))

Jede Niederlage schmerzt, das ist klar. Doch immerhin hat Chams 1:3-Niederlage beim Spitzenklub Yverdon keine grossen Auswirkungen auf die Tabelle der Promotion League. Der Sportclub rutschte war auf den achten Platz ab. Allerdings haben die beiden Abstiegskandidaten auf Rang 15 und 16, die Teams von Wohlen und La Chaux-de-Fonds, im Direktduell 1:1 gespielt. Mit 31 erspielten Punkten und einer Reserve von 15 Zählern auf den ersten Relegationsplatz laufen die Chamer kaum mehr in Gefahr, in den Abstiegssumpf zu geraten.

Am kommenden Samstag kann sich Cham gegen Wohlen mit einem Sieg aller Abstiegssorgen entledigen und die Planung für die kommende Spielzeit in Angriff nehmen. Dafür wird ja ein neuer Trainer gesucht, nachdem Jörg Portmann sich in der vergangenen Woche entschied, sein Amt im Sommer niederzulegen.

Zum verlorenen Spiel in der Westschweiz sagte der eingewechselte Cham-Verteidiger Lucas Thöni (24): «Yverdon startete stark in die Partie und führte früh 2:0. Sie erspielten sich zu Beginn gute Chancen und waren auch physisch stärker. Nach der Pause steigerten wir uns, verpassten aber leider das zweite Tor, was noch etwas Spannung gebracht hätte. Das frühe zweite Gegentor nach 22 Minuten war natürlich Gift für uns.» Den einzigen Treffer für die Ennetseer vor 420 Fans erzielte Célien Wicht nach etwas mehr als einer Stunde. Ein Treffer, der Hoffnung weckte, jedoch nur, wie sich herausstellte und Thöni erwähnte, Resultatkosmetik bedeutete.

Der Präsident ist bislang zufrieden

Trotz erwähnter guter Ausgangslage, was den Verbleib in der dritthöchsten Spielklasse anbelangt: Die Chamer wollen in den nächsten neun Partien punkten, denn sie liebäugeln mit einer direkten Qualifikation für die erste Hauptrunde im Schweizer-Cup. Dazu benötigt es nach dem 30. Spieltag eine Klassierung unter den Top drei.

Weil das nach wie vor möglich ist, zeigt sich der SC-Cham-Präsident Adrian Krahn (50) zufrieden mit dem bisher Erreichten: «Als Dorfverein in der Promotion League zu spielen, und das im gesicherten Mittelfeld, ist bereits eine grossartige Leistung und macht mich auch stolz. Wir haben bisher eine ausserordentliche gute Saison gespielt. Schön wäre es, wenn wir uns für die erste Hauptrunde im Schweizer Cup qualifizieren könnten. Es ist für jeden Verein immer noch ein Highlight, wenn man, mit etwas Losglück gegen einen ganz Grossen spielen kann.»

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Martin Mühlebach