Dem Gewerbebau fehlt das Gewerbe

Der HighTechPark in Cham öffnete seine Tore schon vor Jahren. Doch noch immer sind die meisten Flächen unvermietet. Das hat Gründe.

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Auch in diese freie Gewerbefläche könnte ein Mieter einziehen. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Auch in diese freie Gewerbefläche könnte ein Mieter einziehen. (Bild: Werner Schelbert/Neue ZZ)

Seit 2008 ist das Wohn- und Geschäftshaus mitten im Grünen an der Knonauerstrasse am Ortsende von Cham vollendet. Auf 8000 Quadratmetern Fläche könnte sich seither dort Gewerbe einmieten. 152 Parkplätze gibt es. Eine eigene Bushaltestelle. Und 36 Mietwohnungen. Doch während Letztere inzwischen vergeben sind, hat das Interesse des Gewerbes an den grosszügigen Flächen bislang sehr zu wünschen übrig gelassen. Ist das riesige Wohn- und Geschäftshaus möglicherweise falsch konzipiert worden? Allein schon der Quadratmeterpreis von 220 Franken für die angebotenen Gewerbe-und Büroflächen im HighTechPark - so wie diese auf den Internetseiten angeboten werden - wirken im Vergleich zu denen anderer Anbieter, wie etwa der Alfred Müller AG in Baar, nicht unbedingt günstig.

Bislang nicht attraktiv genug

Chams Gemeindepräsident Bruno Werder, dem daran gelegen ist, weitere potente Steuerzahler in die Stadt zu locken, wehrt sich zwar gegen eine solche Sichtweise. Er räumt aber ein, dass der Gewerbepark in dieser Form nicht attraktiv genug sei. Das fängt für ihn bei der Verkehrslage an. «Viele Firmen wissen offensichtlich noch nicht, dass in ein paar Jahren die Umfahrung Cham-Hünenberg direkt vor der Haustür vorbeiführen wird», mutmasst der Chamer Finanzchef. Aber es gibt doch jetzt schon die Autobahn in der Nähe? «Ja, aber da muss man erst durch Cham oder umständlich via Untermüli und die Sinserstrasse fahren», sagt Werder. Der HighTechPark liege momentan einfach noch zu abgelegen.

Wolfgang Holz

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Samstag in der Neuen Zuger Zeitung.