Dem SC Cham klebte in Nyon das Pech an den Schuhen

Der SC Cham musste infolge von Sperren und Krankheit auf mehrere Spieler verzichten und Stade Nyonnais eine 0:2-Niederlage zugestehen.

Martin Mühlebach
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Trotz der Absenz von nicht weniger als acht Spielern reiste der SC Cham zuversichtlich zur Promotion-League-Partie gegen Stade Nyonnais. Doch es zeigte schon früh, dass das Team von Trainer Roland Schwegler das Fehlen von so wichtigen Stammspielern wie Jan Loosli oder Lukas Riedmann nicht zu kaschieren vermochte. Die spielstarken Waadtländer übernahmen sofort das Kommando und setzten Cham unter Druck. Mit gut getimten Pässen in die Schnittstellen sorgten sie immer wieder für Gefahr vor dem Tor der Zentralschweizer.

Die Elf von Trainer Roland Schwegler versuchte, so gut es ging, dagegenzuhalten. Die Chamer Verteidiger und Torhüter Samuel Blättler, der für den erkrankten Marco Peterhans zwischen den Pfosten stand, vermochten ihr Gehäuse vorerst rein zu halten. In der 15. Minute waren sie aber machtlos, als sich Adler da Silva mit Bega Idriz durchspielte, der Torhüter Blättler mit einem abgefälschten Hocheckschuss keine Abwehrchance liess. Stade Nyonnais führte mit 1:0 Toren.

Die Waadtländer dominierten das Geschehen auf dem grünen Rasen weiterhin, während sich Cham bemühte, vereinzelte Offensivaktionen zu kreieren. Aber das Pech klebte den Zugern an den Schuhen. In der 32. Minute traf Nico Siegrist den Pfosten. Im direkten Gegenzug scheiterte Adler da Silva am glänzend reagierenden Chamer Schlussmann, der allerdings nicht zu verhindern vermochte, dass Adler da Silva seinen Sturmpartner Beda Idriz zu bedienen vermochte. Und dieser Beda Idriz liess sich nicht zweimal bitten. Er schob den Ball mühelos zur 2:0 Führung seiner Farben in die Maschen.

Nach dem Seitenwechsel versuchte Cham aggressiver aufzutreten und das Spiel an sich zu reissen. Der dafür betriebene Aufwand und der Ertrag stimmten aber nicht überein. Die frischer und dynamischer wirkenden Waadtländer gerieten kaum einmal ernsthaft in Gefahr. Auch nicht, als Trainer Roland Schwegler gleich mehrere Aus- und Einwechslungen vornahm. Dem Chamer Torhüter Samuel Blättler, der hielt, was zu halten war, war es letztlich zu verdanken, dass sein Team keinen weiteren Gegentreffer mehr einstecken musste. Der Chamer Sportchef Marcel Werder gestand nach dem Abpfiff offen und ehrlich: «Heute war nicht unser Tag  – wir kamen nie richtig ins Spiel. Stade Nyonnais agierte frischer und dynamischer. Diese Niederlage müssen wir ohne Wenn und Aber akzeptieren.»

Wie wird es wohl weitergehen?

Aufgrund der wegen der Covid-19-Schutzmassnahmen erlassenen Verordnungen einiger Kantone, dem Amateurfussball den Stecker zu ziehen, wurden am Samstag in der Promotion League nur noch drei Partien ausgetragen. Es ist davon auszugehen, dass weitere Kantone Spielverbote aussprechen werden. Wie wird es wohl weitergehen? Wird der Spielbetrieb im Amateurfussball für einige Zeit unterbrochen, oder wird die Saison 2020/2021 gar vorzeitig abgebrochen?