Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Leserbrief

Den Bauwahn stoppen

Zur Zersiedelungsinitiative, über die am 10. Februar abgestimmt wird

Haben Sie schon die Grossbaustelle Tangente Zug gesehen? Ein neuer, riesiger Strassenkörper, der die «Grüne Lunge» zwischen Zug und Baar in zwei Teile schneidet. Rund 55000 Quadratmeter Landwirtschaftsland braucht die Umfahrung. Aber auch die Nordzufahrt, der Ausbau Grindel-Bibersee und die Busspur Sumpf wurden durch Landwirtschaftszonen gebaut und beanspruchten grössere Flächen. Landwirtschaftszonen sind meist frei von Bauwerken, es muss nur mit wenigen Eigentümern verhandelt werden, und sie sind vor allem billig. So zahlte der Kanton Zug 20 Franken pro Quadratmeter.

Wäre zu diesem Zeitpunkt die Zersiedelungsinitiative schon gültig gewesen, hätten die Behörden teures Bauland umzonen müssen. Die Beschaffung wäre sicher mal viel komplizierter und die Kosten wohl viel höher, da die Landbesitzer entschädigt werden müssten. Im Fall der Tangente hätte das bei einem Quadratmeterpreis von 1000 Franken 55 Millionen ausgemacht, oder auf das Projekt ausgerechnet 256 statt 201 Millionen Franken.

Noch extremer sieht es bei der Umfahrung Cham Hünenberg aus. Diese benötigt sogar fast 200000 Quadratmeter Landwirtschaftsland. Hätten die Stimmbürger einer solchen Vorlage für 380 statt 180 Millionen Franken zugestimmt? Wir erinnern uns: Die Vorlage wurde mit 50,3 Prozent äusserst knapp angenommen! Die Zersiedelungsinitiative würde sehr wohl helfen, den Bauwahn zu stoppen. Sei es nur um die Landwirtschaftsböden vor dem Strassenbau zu schützen, da der Boden wieder einen anständigen Wert erhält.

Philipp Kissling, Vorstand VCS, Zug

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.