DEPONIE BAARBURG: Durchstich bei neuem Trinkwasserstollen

Bei der ehemaligen Kehrichtdeponie Baarburg an der Grenze zwischen Baar und Neuheim tut sich etwas. Davon konnte sich am Samstag eine zahlreiche Schar von Interessierten überzeugen.

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Betonrohre werden erstellt, damit kein Sickerwasser eindringt. (Bild pd)

Betonrohre werden erstellt, damit kein Sickerwasser eindringt. (Bild pd)

Mit dem Durchstich für die neue Trinkwasserleitung konnten die Verantwortlichen der Baudirektion eine wichtige Etappe bei der Sanierung der Deponie Baarburg in Baar erfolgreich abschliessen. Zum Baustellenrundgang erschien eine zahlreiche Gästeschar, wie die Baudirektion mitteilte. Das Amt für Umweltschutz der kantonalen Baudirektion hatte geladen, weil die erste Sanierungsetappe bereits weit fortgeschritten ist und in den letzten Tagen eine heikle Phase abgeschlossen werden konnte.

Trinkwasser bedroht
Die Deponie diente den Zuger Gemeinden von 1964 bis 1981 als Lagerstätte für Hauskehricht. In den Folgejahren brachte die hohe Auflagelast von rund zwei Millionen Kubikmetern Siedlungsabfällen den teils torfigen Untergrund zum Einsinken, wodurch die Basisentwässerung Leck schlug. Durch die Setzungen wurde die Trinkwasserleitung der Stadt Zürich, welche unterhalb der Deponie verläuft, ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Eine Sanierung wurde somit dringlich. In einer ersten Sanierungsphase wird nun die unter der Deponie durchführende Trinkwasserleitung östlich um die Deponie herumgeführt.

Durchstich am vergangenen Sonntag
Nach erfolgreichen 481 Metern Vortrieb konnten die Baubeteiligten am vergangenen Sonntag den erfolgreichen Durchstich feiern. In den folgenden Wochen wird nun die Wasserleitung in das Betonrohr eingezogen und an den Endpunkten mit der bestehenden Leitung verbunden. Erneuern der Deponieentwässerung als zweite Etappe. Wenn der Terminplan weiterhin optimal eingehalten werden kann, soll im kommenden Herbst mit der letzten Etappe begonnen werden. Diese umfasst die Sanierung des Gashaushaltes und der Deponieoberfläche.

40 Prozent der Kosten trägt der Bund
Nach heutigem Berechnungsstand werden die Sanierungsarbeiten rund 13 Millionen Franken kosten. 40 Prozent davon wird voraussichtlich der Bund aus dem Erlös des Altlastenfonds übernehmen. Den Rest teilen sich der Kanton und die Gemeinden je zur Hälfte. Bezogen auf die Abfallmenge, die in der Deponie Baarburg deponiert sind, werden die geplanten Sanierungsarbeiten Kosten von rund Fr. 6.50 pro m3 angeliefertem Abfall verursachen.

ig